Überschrift: Japans FSA sperrt moomoo Securities für neue Kontoeröffnungen bis zum 18. September aufgrund von Compliance-, AML- und Cybersicherheitsfehlern. Die Finanzdienstleistungsbehörde Japans (FSA) hat moomoo Securities — den japanischen Arm des an der Nasdaq gelisteten Unternehmens Futu Holdings — angewiesen, zwischen dem 19. Juni und dem 18. September keine neuen Kontoanträge zu soliciteren oder anzunehmen, und hat der Brokerage eine Geschäftsverbesserungsanordnung auferlegt, nachdem die Regulierungsbehörden eine Reihe von Compliance-, Kundenschutz-, Geldwäschebekämpfungs- und Cybersicherheitsmängeln aufgedeckt hatten. Die FSA erklärte, dass die Maßnahme auf eine Untersuchung der Securities and Exchange Surveillance Commission (SESC) zurückzuführen sei, die festgestellt hatte, dass moomoo seine Dienstleistungen ausgeweitet hatte, ohne angemessene Compliance- und Risikomanagementsysteme zu implementieren. Die Regulierungsbehörden forderten das Unternehmen auf, die Verantwortung der Führungskräfte zu klären und bis zum 21. Juli einen detaillierten Abhilfemaßnahmeplan vorzulegen, um Wiederholungen von Fehlern zu vermeiden. Wichtige Erkenntnisse aus der SESC-Untersuchung - Falsche Kennzeichnung der NISA-Berechtigung: Zwischen Anfang 2025 und Anfang 2026 stellte moomoo 78 US-ETFs und ETNs als für das steuerbegünstigte Nippon Individual Savings Account (NISA) in Japan berechtigt dar, obwohl diese Produkte nicht qualifiziert waren. Einzelhandelskunden kauften daraufhin Instrumente, die keine steuerfreie Behandlung erhielten, und das Unternehmen kontaktierte betroffene Investoren nicht umgehend oder stellte deren jährliche Investitionsfreibeträge nach Entdeckung des Fehlers nicht wieder her. - Einschränkungen bei Aktienübertragungen: Seit Anfang 2024 hat die Brokerage angeblich Kundenanfragen abgelehnt, um inländische japanische Aktien an andere Broker zu übertragen, was die Fähigkeit der Kunden einschränkte, Vermögenswerte von der Plattform zu bewegen. - Mängel bei der AML: Mehr als 1.500 abgelehnte oder markierte Kontoanträge wurden nicht ausreichend auf verdächtige Aktivitäten überprüft, da das Unternehmen fälschlicherweise angenommen hatte, dass die Screening-Pflichten nur für genehmigte Konten gelten. Die Regulierungsbehörden fanden heraus, dass das Unternehmen über einen längeren Zeitraum erforderliche Prüfungen oder Berichte über verdächtige Aktivitäten nicht durchgeführt hatte. - Lücken bei Cybersicherheit und operativer Kontrolle: Das Management hatte kein vollständiges Inventar kritischer Transaktionssysteme und bewertete nicht ordnungsgemäß die Schwachstellen, die wichtige Infrastrukturen betrafen, was die operationellen Risikokontrollen unzureichend ließ. Geschäftsauswirkungen und breiterer Kontext Moomoo Securities hat in Japan schnell durch seine mobile Handels-App zugelegt — und hat zwei Millionen Downloads überschritten, während es kostengünstigen Zugang zu US-Aktien bewirbt. Die Durchsetzung der FSA zielt auf diese schnelle Expansion ab und zwingt das Unternehmen, die Governance und interne Kontrollen zu stärken, bevor es neue Einzelhandelskunden annehmen kann. Dieser Schritt erfolgt, während andere Teile der Futu-Gruppe weiterhin ins Ausland expandieren. Moomoo Crypto, eine separate Tochtergesellschaft, hat kürzlich Krypto-Handelsdienstleistungen in Texas gestartet (neben den Aktivitäten in Kalifornien, New Jersey und Pennsylvania), bietet 52 digitale Vermögenswerte an und unterstützt direkte Übertragungen zwischen externen Krypto-Wallets und Kundenkonten. Regulatorischer Schwung in Japan Die Durchsetzung gegen moomoo ist Teil einer breiteren Verschärfung der Aufsicht über digitale Finanzen in Japan. Früher in diesem Jahr hat die FSA strengere Regeln für Stablecoin-Reservevermögen vorgeschlagen und die Aufsichtspflichten für Finanzinstitute, die an Krypto-Dienstleistungen im Rahmen des aktualisierten digitalen Vermögensrahmens des Landes beteiligt sind, erhöht. Was kommt als Nächstes? Moomoo Securities muss bis zum 21. Juli einen Geschäftsverbesserungsplan bei den Regulierungsbehörden einreichen und eine verbesserte Governance, AML-Kontrollen und Cybersicherheitsmaßnahmen nachweisen. Bis dahin kann es keine neuen japanischen Einzelhandelskunden akzeptieren — eine erhebliche operationale Einschränkung, während das Unternehmen versucht, Wachstum und Vertrauen in einem Markt aufrechtzuerhalten, der unter strenger regulatorischer Aufsicht steht. Lesen Sie mehr über KI-generierte Nachrichten auf: undefined/news