Der britische Fintech-Startup Revolut, gegründet von Nikolai Storonsky, hat die Genehmigung der Zentralbank der VAE erhalten, im Land tätig zu werden, und bereitet sich auf den Start seines Geschäfts im Nahen Osten vor, wie Bloomberg unter Berufung auf eine Erklärung des Unternehmens berichtet.

Der lokale Regulierer hat den Antrag von Revolut auf Lizenzen genehmigt, die es ermöglichen, Einzelhandelszahlungsdienste sowie Dienstleistungen zur Aufbewahrung von Geldmitteln anzubieten. Vor dem vollständigen Start des Services in den VAE plant das Unternehmen, die technologische Infrastruktur auszubauen und operative Prozesse einzurichten.

Kunden von Revolut in den Emiraten erhalten Zugang zur globalen Finanzplattform des Unternehmens und können unter anderem Multiwährungs-Konten eröffnen, mit physischen und virtuellen Karten bezahlen sowie Überweisungen innerhalb des Landes und ins Ausland tätigen.

Die Revolut-Lizenz erhielt das Unternehmen erst wenige Tage, nachdem die USA und der Iran die Einigung über ein Friedens-Memorandum bekannt gegeben hatten, das das Ende der Kampfhandlungen im Nahen Osten festhalten soll, wie Bloomberg anmerkt. Die Unterzeichnung dieses Dokuments ist für Freitag, den 19. Juni, vorgesehen. Sie soll in der Schweiz stattfinden.

Kontext

Neben den Emiraten strebt Revolut den Erhalt einer Banklizenz in den USA an und plant außerdem, in die Märkte der Türkei und Marokkos vorzudringen. Zuvor hatte die Agentur Bloomberg berichtet, dass Revolut für den Start in der Türkei Verhandlungen über den Kauf der lokalen Digitalbank FUPS führt.

Derzeit hat Revolut rund 75 Millionen Nutzer weltweit. In den letzten Monaten erhielt das Unternehmen eine vollständige Banklizenz in Großbritannien und ist auf den Markt in Mexiko vorgedrungen. Parallel dazu prüft die Fintech-Firma die Möglichkeit eines erneuten Verkaufs von Aktien, im Rahmen dessen das gesamte Geschäft von Revolut mit 115 Milliarden US-Dollar bewertet werden könnte. Im April hatte der Vorstandsvorsitzende erklärt, dass kein IPO des Unternehmens geplant ist, zumindest bis 2028, und dass die Bank bis dahin noch mehrere weitere Sekundärplatzierungen von Aktien durchführen könnte. Vor dem Gang an die Börse wolle Revolut eine Bewertung von bis zu 200 Milliarden US-Dollar erreichen, schrieb die Financial Times.ㅤ

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