Die Aktien von Micron Technology und SanDisk gerieten am Freitag unter starken Verkaufsdruck, als sich der breite Rückzug bei Halbleiteraktien beschleunigte.
Investoren haben die Aussichten für KI-bezogene Titel nach dem neuesten Earnings-Report von Broadcom und einem unerwartet starken US-Arbeitsmarktbericht neu bewertet.
Die Schwäche setzte einen scharfen Sektor-Rückgang fort, der begann, nachdem Broadcom eine Umsatzprognose für das dritte fiskalische Quartal im Bereich KI herausgegeben hatte, die die erhöhten Markterwartungen nicht erfüllte.
Gleichzeitig befeuerten frische Arbeitsmarktdaten die Bedenken, dass die Federal Reserve die Zinsen später in diesem Jahr erhöhen könnte, was den Druck auf technologieaktien mit hohen Bewertungen weiter verstärkt.
Die stärker als erwarteten Beschäftigungsdaten weckten Bedenken, dass die Federal Reserve möglicherweise größeren Wert auf die Kontrolle der Inflation legen könnte, möglicherweise durch zusätzliche Zinserhöhungen.
Die Anlegerstimmung hat sich gewandelt, nachdem das US Bureau of Labor Statistics berichtete, dass die Nonfarm-Löhne im Mai um 172.000 gestiegen sind, was weit über den Prognosen lag, die von etwa 80.000 zusätzlichen Jobs ausgegangen waren.
SanDisk, das in den letzten Quartalen starke finanzielle Ergebnisse geliefert hat, schien aufgrund seiner hohen Bewertung nach einem signifikanten Rally besonders anfällig für die Stimmungsänderung am Markt zu sein.
Höhere Zinssätze belasten typischerweise mehr wachstumsorientierte Sektoren, einschließlich Technologie- und Halbleiterunternehmen, die von der Anlegerbegeisterung für künstliche Intelligenz profitiert haben.
Die Zertifizierung stärkt die Position von Micron im schnell wachsenden AI-Speichermarkt und festigt seine Rolle im fortschrittlichen Hardware-Ökosystem von Nvidia.
Das Unternehmen hat kürzlich die Zertifizierung als Lieferant von HBM4-Speicherprodukten für Nvidias nächste Generation der Vera Rubin AI-Plattform erhalten und reiht sich damit neben Samsung Electronics und SK Hynix als zugelassene Anbieter ein.
Micron hat auch weiterhin sein Portfolio an AI-fokussierten Produkten erweitert, darunter HBM-Lösungen, DDR5-Speicher, energieeffizienten DRAM und Unternehmensspeicherlösungen, die für Rechenzentren und KI-Workloads entwickelt wurden.
Dennoch haben die Anleger diese Entwicklungen weitgehend übersehen, da breitere Bedenken in Bezug auf Zinssätze und Bewertungen von Halbleitern den Handel dominierten.