🌍 US- und UK-Zentralbankbeamte Ă€ußern divergierende Meinungen zu Stablecoins

Der Fed-Gouverneur Christopher Waller erklÀrte, dass die wachsende Akzeptanz von dollarbasierten Stablecoins den globalen Einfluss der US-Geldpolitik stÀrken könnte.

Er erlĂ€uterte, dass wenn LĂ€nder zunehmend Dollar-Stablecoins fĂŒr Zahlungen und als Wertspeicher nutzen, sie sich effektiv mit den US-Geldbedingungen und Zinsumfeldern abstimmen wĂŒrden. In diesem Sinne könnte die US-Geldpolitik ihre Reichweite international ausdehnen. Waller beschrieb Stablecoins nicht als riskante Vermögenswerte, sondern als Werkzeuge, die mehr Wettbewerb im Zahlungssektor einfĂŒhren.

Im Gegensatz dazu bot die Bank of England-Politikerin Megan Greene eine andere Perspektive an. Sie schlug vor, dass Stablecoins in den kommenden Jahren an Bedeutung verlieren könnten und letztendlich durch tokenisierte Einlagen ersetzt werden könnten.

Laut Greene werden digitale ZentralbankwĂ€hrungen (CBDCs), Stablecoins und tokenisierte Einlagen wahrscheinlich miteinander konkurrieren, aber auf lange Sicht könnten tokenisierte Einlagen — die enger mit dem traditionellen Bankensystem integriert sind — als dominantes Modell hervorgehen.

Diese Debatte beeinflusst auch die Gesetzgebung zu digitalen Vermögenswerten in den USA. Insbesondere die Meinungsverschiedenheiten darĂŒber, ob Stablecoins ErtrĂ€ge anbieten dĂŒrfen, sind ein wesentlicher Streitpunkt in den Diskussionen rund um den CLARITY Act, der den legislativen Fortschritt verzögert. Obwohl das Gesetz den Senat-Bankenausschuss passiert hat, bleiben politische Unsicherheiten bestehen, bevor es vollstĂ€ndig in Kraft treten kann.

👉 Ob Stablecoins als strategisches Werkzeug zur VerstĂ€rkung der Dollar-Dominanz dienen oder eine Übergangsphase darstellen, die von tokenisierten Einlagen ĂŒberschattet wird, hat sich zu einer wichtigen politischen Debatte unter Zentralbankern und Gesetzgebern entwickelt.
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