Die Frist für die zeitweilige Aufhebung der US-Sanktionen gegen die Lieferung von russischen Erdölprodukten, die sich bereits auf See befinden, ist abgelaufen. Die Erleichterungen galten bis zum 16. Mai und wurden nicht verlängert, berichten die Agenturen Reuters und dpa. Sie ziehen diesen Schluss, da auf der Website des US-Finanzministeriums keine Mitteilung über eine Verlängerung veröffentlicht wurde.

Zuvor hatte der US-Finanzminister Scott Bessent auch erklärt, dass er die amerikanische Lizenz, die den Kauf von russischem Öl auf Bord von Seetankern erlaubt, nicht verlängern werde.

Das US-Finanzministerium bezeichnete die Lockerungen als "kurzfristig".

Die Lockerungen der USA hinsichtlich des Exports von russischem Öl wurden am 13. März eingeführt, als die Preise für Energiequellen aufgrund des Krieges gegen den Iran stiegen. Ursprünglich galten sie für 30 Tage - bis zum 11. April. Damals nannte Bessent dies eine "gezielte und kurzfristige" Maßnahme. Danach verlängerten die USA die Lizenz zum Verkauf von bereits auf Tanker geladenem russischem Öl und Erdölprodukten bis zum 16. Mai.

Die Zeitung The New York Times berichtete, dass Russland nach der Lockerung der Sanktionen täglich über 100 Millionen Dollar zusätzliche Einnahmen aus dem Verkauf von Öl erzielte. Laut Internationaler Energieagentur haben sich die Einnahmen Russlands aus dem Ölverkauf im März im Vergleich zu Februar fast verdoppelt und beliefen sich auf 19 Milliarden Dollar.

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