US-Präsident Trump überlegt, US-Truppen aus NATO-Staaten abzuziehen, die er im Konflikt mit dem Iran als „nicht hilfreich” einstuft, berichtet das Wall Street Journal.
Der Plan befindet sich noch in einem frühen Stadium. Es ist eines von mehreren Optionen des Weißen Hauses, um den Druck auf Verbündete zu erhöhen, weil diese die US-geführten Einsätze nur begrenzt unterstützen.
NATO: Der Streit wegen Iran wächst
Der Plan sieht vor, Teile der etwa 84.000 amerikanischen Soldaten, die in Europa stationiert sind, zu verlegen. Trump und sein Team haben sich verärgert gezeigt, weil einige Verbündete den USA bei Angriffen gegen den Iran Hilfe bei Logistik, Luftraumnutzung oder den Zugang zu Stützpunkten verweigert haben.
Außenminister Marco Rubio sagte, die Regierung müsse den Wert der NATO neu überprüfen.
Trump selbst hat einige Verbündete als „Feiglinge” bezeichnet und das Bündnis als „Papiertiger” abgetan.
Länder, die als unterstützend gelten, darunter Polen, Rumänien, Litauen und Griechenland, könnten zusätzliche Truppen erhalten. Diese Staaten teilen stärker die Prioritäten der USA an der östlichen Flanke.
Handelsdrohungen sind bereits im Gang
Trump drohte, den gesamten Handel mit Spanien einzustellen, nachdem das Land die Nutzung amerikanischer Militärbasen für Angriffe gegen den Iran abgelehnt hatte.
Er beauftragte Finanzminister Scott Bessent, alle Geschäfte mit Madrid zu beenden.
Außerdem kündigte Trump sofort Zölle in Höhe von 50% auf Waren aus allen Ländern an, die Waffen an den Iran liefern, ohne Ausnahmen oder Sonderregelungen.
Russland und China sind die wichtigsten Waffenlieferanten des Iran.
Ein spezielles Zollpaket, das sich auf „nicht hilfreiche” NATO-Mitglieder bezieht, wurde bisher nicht offiziell bestätigt.
Der Vorfall mit Spanien und Trumps bisheriges Vorgehen, militärischen Druck und wirtschaftliche Strafen zu verbinden, deuten jedoch darauf hin, dass weitere Handelsmaßnahmen möglich sind.
„Der Plan sieht vor, US-Truppen aus ‘nicht hilfreichen’ Ländern abzuziehen und in Länder zu verlegen, die den Iran-Krieg 2 stärker unterstützen. Der Plan ist noch in einem frühen Stadium und eine von mehreren Maßnahmen, die das Weiße Haus diskutiert, um die NATO zu bestrafen”, schrieb der Kobeissi Letter unter Berufung auf das WSJ.
Ob Zölle als weiteres Mittel gegen Widerstand folgen, hängt womöglich davon ab, wie die NATO auf die laufenden Waffenstillstandsgespräche mit dem Iran reagiert.
