US-Senat verabschiedet einstimmige Resolution: FTX-Gründer sollte keine Präsidentenbegnadigung erhalten
Am 16. Juli, wie CoinDesk berichtet, hat der US-Senat am Mittwoch eine gemeinsame Resolution beschlossen, die den FTX-Gründer Sam Bankman-Fried (SBF) „in jedem Fall“ von einer Präsidentenbegnadigung oder Strafmilderung ausschließt.
Die Resolution wurde gemeinsam von dem republikanischen Senator Cynthia Lummis und dem demokratischen Senator Ruben Gallego entworfen und erhielt im Parlament schließlich einstimmig Zustimmung – ein seltener Schulterschluss zwischen den beiden Parteien in den USA.
Die einhellige Resolution zielt direkt auf die angeblichen Vergehen von SBF, verurteilt ausdrücklich die Planung und die Federführung bei dem, was als größter Finanzbetrug in der Geschichte der USA gilt, und zeigt damit den geschlossenen Widerstand des Kongresses gegen entsprechende Finanzbetrugspraktiken.
Im November 2023 befand eine Jury Bankman-Fried in sieben Anklagepunkten für schuldig – darunter auch Vorwürfe, die seinen eigenen Anteil am Zusammenbruch der FTX-Börse und einen Schaden von über 8 Milliarden US-Dollar für Kundengelder umfassen.
Laut Urteil beläuft sich Bankman-Frieds gesamte Haftstrafe auf mehr als 25 Jahre; erst um 2044 herum wäre er für eine Entlassung nach Verbüßung der Strafe berechtigt. Dann wird er nahezu Anfang sechzig sein, was bedeutet, dass er fast die gesamte Erwachsenenzeit im Gefängnis verbringen würde.
Bemerkenswert ist, dass Präsident Trump zwar den Binance-Gründer Changpeng Zhao und Ross Ulbricht vom Seidenstraßen-Projekt begnadigt hat, er jedoch in diesem Januar zugleich erklärte, es gebe derzeit keine Pläne, Bankman-Fried vorübergehend zu begnadigen.
Als Senator Lummis im Juni diese Maßnahmen-Resolution einbrachte, befand sich Bankman-Fried bereits im Prozess vor Gericht. Gallegos Sichtweise war dabei besonders kurz und wirkungsvoll: SBF solle weiterhin seine Strafe verbüßen.
Der Zusammenbruch von FTX begann im November 2022. Damals stellten Medien fest, nachdem sie die Bilanz der Alameda Research erhalten hatten, dass der Großteil der Vermögenswerte des Unternehmens aus den von FTX selbst ausgegebenen FTT-Tokens bestand.
Nachdem der Vorfall bekannt geworden war, kündigte Binance anschließend den Verkauf der FTT-Bestände an – was unmittelbar zu einem starken Absturz des Tokenpreises und zu einer Kundenauszahlungswelle führte. Letztlich beantragte FTX am 11. November Insolvenz, und das gesamte Imperium brach zusammen.
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