Commerzbank passt Jahresendziele für Gold und Silber an angesichts der Fed-Politikänderung
Der laufende Konflikt im Iran und steigende Energiepreise haben den Ausbruch von Gold vorübergehend gestoppt, was Commerzbank dazu veranlasst, ihre kurzfristigen Preisziele anzupassen und gleichzeitig ihren langfristigen bullischen Ausblick beizubehalten.
Traditionell ein sicherer Hafen, steht Gold unter Druck, da eine globale Energiekrise die Inflation in die Höhe treibt. Diese Reibung ergibt sich aus einer scharfen Wende in den Erwartungen an die US-Geldpolitik. Vor dem Konflikt erwarteten die Märkte Zinssenkungen der Federal Reserve. Jetzt, angeheizt durch hohe Ölpreise, deuten die Fed Funds-Futures auf mögliche Zinserhöhungen später in diesem Jahr hin, was die Opportunitätskosten für das Halten von nicht verzinslichen Edelmetallen erhöht.
Trotz kurzfristiger Anpassungen betont Commerzbank, dass strukturelle Rückenwinde – einschließlich schwindendem Vertrauen in den US-Dollar, aggressiver Zentralbankakkumulation und explodierender Staatsverschuldung – vollständig intakt bleiben.
Aktualisierte Marktprognosen
Goldziel: Überarbeitet auf $4.800/oz für das Jahresende 2026 (von $5.000/oz nach unten korrigiert), was eine Rally von 8% von den aktuellen Spotlevels unter $4.500 nahelegt. Die Bank hält ihr Ziel von $5.200/oz für Ende 2027 aufrecht.
Silberziel: Herabgestuft auf $80/oz für das Jahresende 2026 und $90/oz für 2027. Die Anpassung spiegelt das zweite aufeinanderfolgende Jahr sinkender industrieller Nachfrage wider, obwohl ein strukturell enger physischer Markt erwartet wird, der den langfristigen Wert stützen sollte.
Das Basisszenario von Commerzbank geht von einer vorübergehenden zwei-monatigen Übergangsphase aus, gefolgt von der Wiedereröffnung der Straße von Hormuz. Ein anschließender Rückgang der Brent-Rohölpreise sollte die strengen Zinserwartungen umkehren und den nächsten Aufwärtstrend für den Edelmetallmarkt auslösen.
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