Robinhood Chain verzeichnete diese Woche einen Rekord von 11,6 Mio. täglichen Transaktionen – und das Treasury von Arbitrum nimmt sich einen echten Anteil von 10 % an jeder dort generierten Gebühr.
Die Nachricht: Robinhood Chain, das von Robinhood am 1. Juli gestartete Arbitrum-orientierte Orbit-L2, veröffentlichte diese Woche Rekordwerte: TVL erreichte 473 Mio. USD (+32 % Woche-zu-Woche), die täglichen Transaktionen stiegen auf 11,6 Mio. (+30 % WoW). Arbitrum erhält 10 % aller Gebühren, die auf Robinhood Chain und jedem Orbit L2 entstehen – 8 % für das von ARB verwaltete Treasury, 2 % für die Developer Guild. Dieses Wachstum ist also ein realer, greifbarer Umsatztreiber für ARB – nicht nur geliehene Robinhood-Hype.
Der Haken: Die durchschnittlich aktiven Konten stiegen lediglich um 3,3 % WoW und liegen weiterhin etwa 11 % unter dem Peak Mitte Juli – bestehende Nutzer handeln mehr, nicht neue Nutzer kommen hinzu. Der TVL-Anstieg ist außerdem auf eine Quelle konzentriert: Ethenas USDe-Stablecoin-Umlauf auf der Chain sprang von etwa 17 Mio. USD vor einem Monat auf etwa 253 Mio. USD, inzwischen 43 % des gesamten Stablecoin-Angebots der Chain und verdrängt den eigenen USDG von Robinhood. Ein bedeutender Teil des DEX/NFT-Volumens wird von Memecoins angetrieben – eine stimmungsabhängige Aktivitätsquelle, nicht diversifizierte Nutzung.
Unsere Einschätzung: Echtes Monetarisieren auf Base-Layer haben die meisten L2-Tokens nicht, aber Kapital parken in einem einzigen renditeorientierten Stablecoin ist nicht dasselbe wie organische Akzeptanz. Prüfbar: Beobachte, ob die aktiven Konten tatsächlich über den Juli-Peak hinaus wachsen – oder ob das bleibt, was es derzeit ist: Kapitalrotation, als Wachstum verkleidet.
Zählt die Gebührenumsatzentwicklung aus einer einzigen, stark konzentrierten Quelle als echte Adaption – oder ist es nur Kapital, das Rendite findet?
Keine Finanzberatung. DYOR.
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