Bei NEAR ist gerade einiges los.
Der Preis arbeitet sich langsam nach oben: 15m +0,66 %. Sieht nicht spektakulär aus, aber das OI zieht gleichzeitig an – die offenen Positionen in den 1h-Kontrakten sind um 1,75 % gestiegen, der Nominalwert um 4,8M. Das ist keine Short-Eindeckung, sondern sieht eher danach aus, dass nach und nach neue Longs einsteigen – mit Beteiligung gehebelter Long-Positionen.
Auf Binance Futures lag der Liquidationsindikator im 5m-Zeitraum bei 197K, wobei sich die Kaufseite stärker konzentrierte. Das deutet darauf hin, dass kurzfristig Kapital mit Nachdruck kauft. Die Differenz bei den aggressiven Trades liegt bei 3,5 %, das Kauf-Verkaufs-Verhältnis bei 1,07 – leicht bullisch, aber nicht extrem.
Das Problem ist gerade nicht die Richtung, sondern das Volumen. Das 15m-Handelsvolumen liegt bei nur 0,43x, der Volatilitäts-Z-Score bei 0,57. Anders gesagt: Der Kurs steigt bei sinkendem Volumen – bei so einer Struktur wird entweder unauffällig akkumuliert oder die Liquidität ist so dünn, dass schon ein einzelner Trade den Kurs bewegen kann.
Das OI liegt beim Anomalie-Perzentil erst bei 29 %, im Gesamtpool auf Rang
#97 bei den Anomalien, aber die nominale Veränderung kommt auf Rang #12. Die Tiefe bestätigt das Bild; der Liquidationsdruck auf Binance ist konzentriert.
Meine Einschätzung: Nicht dem Kurs hinterherjagen, sondern einen Rücksetzer abwarten und beobachten, ob das OI weiter steigt oder abzubauen beginnt. Wenn neue gehebelte Positionen dazukommen und die Struktur beim Rücksetzer hält, ist noch etwas drin. Das 24h-Handelsvolumen liegt bei 884M. Der Pool ist nicht klein, aber auch nicht tief genug, um den Kurs nach Belieben zu bewegen.
$NEAR