Ziel ist es, einen Händler in dem Glauben zu lassen, er sei bezahlt worden, während eine zweite, konkurrierende Transaktion dieselben Coins an den Angreifer oder an eine andere Adresse umleitet.
Solange im Netzwerk noch nicht dauerhaft festgehalten ist, welche der beiden Transaktionen gültig ist, bleibt ein kurzes Zeitfenster, in dem sich der Ausgang beeinflussen lässt. Besonders anfällig sind schnelle Bezahlvorgänge, bei denen der Verkäufer Ware oder Leistung sofort freigibt.
Da die Knoten die beiden Transaktionen in unterschiedlicher Reihenfolge empfangen, besteht im Netzwerk vorübergehend keine Einigkeit darüber, welche von beiden legitim ist.
Am Ende kann nur eine der beiden in einen Block aufgenommen werden. Bestätigen die Miner jene Transaktion, mit der die Coins an den Angreifer zurückfließen, wird die Zahlung an den Händler ungültig.
Der Angreifer kann seine Erfolgschancen erhöhen, indem er sich direkt mit dem Knoten des Händlers verbindet und ihm die Zahlung übermittelt, während er die konkurrierende Transaktion an die übrigen Knoten im Netzwerk sendet. Akzeptiert der Händler die Zahlung bereits vor einer Bestätigung durch das Netzwerk, geht er am Ende möglicherweise leer aus.
In der Praxis senken drei Maßnahmen die Wahrscheinlichkeit eines Race-Angriffs deutlich: Bestätigungen abwarten, das Netzwerk auf konkurrierende Transaktionen prüfen und unbestätigte Zahlungen nicht als endgültig betrachten.
Ein dezentrales, digitales Ledger, das Transaktionsdaten einer Kryptowährung chronologisch aufzeichnet.
Wird auch als Mehrheitsangriff bezeichnet. Wenn ein Miner oder eine Gruppe von Minern mehr als 50 % der Min...
Ein Szenario, in dem ein böswilliger Akteur sämtliche Verbindungen eines Knotens kontrolliert und dessen Si...