Gas misst, wie viel Rechenarbeit eine Aufgabe erfordert, und weist dieser Arbeit einen Preis zu. Aufgaben mit hohem Ressourcenbedarf, etwa komplexe Smart-Contract-Interaktionen, verursachen höhere Gaskosten als einfache Token-Transfers.
Die Gaspreisbildung basiert auf zwei Größen: Gaskosten und Gaspreis. Die Gaskosten geben an, wie viel Rechenarbeit eine Transaktion erfordert. Der Gaspreis ist der Betrag, der pro Gaseinheit gezahlt wird.
Höhere Gaspreise geben den Validatoren einen Anreiz, eine Transaktion schneller zu verarbeiten. Ist im Netzwerk wenig los, reichen die Standard-Gaspreise in der Regel aus. Ist das Netzwerk dagegen überlastet, kann ein höherer Gaspreis dazu beitragen, dass eine Transaktion schneller bestätigt wird.
Die Gaspreise im Ethereum-Mainnet sind heute im Vergleich zu den Vorjahren drastisch gesunken. Im Schnitt liegen sie bei etwa 0,15 bis 0,5 Gwei, sodass einfache ETH-Transfers weniger als 0,03 USD kosten. Dieser Rückgang spiegelt wider, dass sich der Großteil der Nutzeraktivität auf Layer-2-Netzwerke verlagert hat, die inzwischen rund 95 Prozent der Ethereum-Transaktionen abwickeln.
Trotz dieser Fortschritte bleiben Gasgebühren für die Funktionsweise von Blockchain-Netzwerken unverzichtbar. Weil jede Operation etwas kostet, verhindern sie eine Verschwendung von Ressourcen und stellen sicher, dass die Validatoren für ihren Beitrag zum Betrieb des Netzwerks vergütet werden.
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Redaktion der Binance Academy