Cloud

Anfänger
Aktualisiert Aug 20, 2026

Was ist eine Cloud?

Eine Cloud ist ein gemeinsam genutzter Pool von Rechenressourcen wie Datenspeicher und Rechenleistung, auf den Nutzer bei Bedarf über das Internet zugreifen können.

Statt Software auf einem einzelnen lokalen Rechner auszuführen oder Dateien dort abzulegen, greifen Nutzer auf geografisch entfernte Server zu, die von einem Unternehmen betrieben werden. Diese Ressourcen lassen sich schnell hoch- und herunterskalieren und damit an wechselnden Bedarf anpassen. Diese Flexibilität ist einer der Gründe, warum Cloud-Technologie heute bei zahlreichen alltäglichen Diensten zum Einsatz kommt.

So funktioniert eine Cloud

Cloud-Computing umfasst üblicherweise drei Servicemodelle. Sie unterscheiden sich darin, wie viel der Nutzer selbst in der Hand behält:

  • Infrastruktur als Dienstleistung (Infrastrukture as a Service, IaaS) stellt grundlegende Ressourcen wie Rechenleistung, Datenspeicher und Netzwerkanbindung bereit. Beispiele sind Amazon EC2 und Microsoft Azure.
  • Plattform als Dienstleistung (Platform as a Service, PaaS) liefert eine fertige Umgebung, in der Entwickler Anwendungen erstellen und bereitstellen können, ohne sich um die zugrundeliegende Hardware kümmern zu müssen. Beispiele sind Heroku und Google App Engine.
  • Software als Dienstleistung (Software as a Service, SaaS) liefert fertige Anwendungen direkt über das Internet an die Nutzer, während der Anbieter alles Übrige im Hintergrund erledigt. Beispiele sind Google Docs und Slack.
Als Faustregel gilt: Je höher das Servicemodell in diesem Stack angesiedelt ist, desto weniger musst du selbst verwalten. Cloud-Dienste unterscheiden sich außerdem von der dezentralen Datenspeicherung, bei der die Daten über ein Netzwerk verteilt werden, statt bei einem einzelnen Anbieter zu liegen.

Cloud-Bereitstellungsmodelle

Neben den Servicemodellen lässt sich eine Cloud auf verschiedene Weise bereitstellen. Entscheidend ist, wem die Infrastruktur gehört und wer darauf zugreifen darf:

  • Public Cloud (öffentliche Cloud): betrieben von einem Drittanbieter und offen für viele Nutzer, oft zu geringeren Kosten.
  • Private Cloud (private Cloud): einem einzelnen Unternehmen vorbehalten und dadurch mit mehr Kontrolle über Daten und Sicherheit verbunden.
  • Community Cloud: gemeinsam genutzt von mehreren Unternehmen mit ähnlichen Zielen oder Compliance-Anforderungen.
  • Hybrid Cloud: eine Kombination aus zwei oder mehr der genannten Modelle, die Flexibilität und Kontrolle miteinander verbindet.
Im Kryptobereich läuft über Cloud-Infrastruktur häufig das Hosting von Knoten, die Analyse von Daten oder der Betrieb von Mining-Anlagen. Wer sich dabei auf einen einzelnen Anbieter verlässt, geht allerdings ein gewisses Zentralisierungsrisiko ein.