Nutzer beeilten sich, Gelder von der Börse abzuziehen, sobald die Auszahlungen nach einem schwerwiegenden Sicherheitsvorfall wieder aufgenommen wurden.

Binance nahm am 1. November die Auszahlungen an Kunden wieder auf, nachdem sie im Zusammenhang mit einem Hack, den The Block als Rekord-Hack bezeichnete, ausgesetzt worden waren. Innerhalb von zehn Stunden nach der Wiederaufnahme verließ ein erheblicher Teil der Nutzergelder die Börse. CryptoBriefing berichtete, dass in diesem Zeitraum fast 3,8 Milliarden US-Dollar abgezogen wurden. The Block meldete seinerseits für denselben Zeitraum Nettoabflüsse in Höhe von 3,64 Milliarden US-Dollar.

Die beiden Zahlen weichen leicht voneinander ab, was auf unterschiedliche Berechnungsmethoden zurückzuführen sein könnte. Bruttoauszahlungen und Nettoabflüsse sind nicht immer identisch. Bei Nettobeträgen werden Einzahlungen berücksichtigt, die im selben Zeitraum wieder eingehen, während Bruttosummen nur die abfließenden Gelder erfassen. In jedem Fall deutet das Ausmaß auf eine erhebliche und rasche Kapitalbewegung hin.

Keine der Quellen erläuterte die genaue Art oder das Ausmaß des Hacks selbst. Die Beschreibung als Rekordvorfall durch The Block deutet darauf hin, dass der Einbruch nach historischen Maßstäben für die Börse ungewöhnlich groß war. In den verfügbaren Berichten wurde Binance nicht direkt zitiert, um Einzelheiten des Einbruchs oder dessen Behebung zu bestätigen.

Eine vorübergehende Aussetzung von Auszahlungen ist bei zentralisierten Börsen eine übliche Notfallmaßnahme nach vermuteten Sicherheitsvorfällen. Plattformen stoppen Auszahlungen in der Regel, um weitere Verluste zu verhindern, während sie einen Einbruch untersuchen, betroffene Wallets überprüfen und das Ausmaß einer möglichen Kompromittierung bewerten. Werden Auszahlungen wieder aufgenommen, signalisiert das, dass eine Börse die unmittelbare Gefahr für eingedämmt oder ausreichend untersucht hält.

Der schnelle und umfangreiche Abfluss nach der Wiederaufnahme der Auszahlungen entspricht einem häufigen Muster nach Sicherheitsvorfällen bei Börsen. Nutzer verschieben Vermögenswerte oft in die eigene Verwahrung oder auf andere Plattformen, sobald Auszahlungen wieder möglich sind – unabhängig von den Zusicherungen der Börse. Dieses Verhalten wird in der Branche manchmal als Vertrauensreaktion bezeichnet und ist von einer Einschätzung zu unterscheiden, ob die Systeme der Börse inzwischen sicher sind.

Binance zählt gemessen am Handelsvolumen weiterhin zu den weltweit größten Kryptowährungsbörsen. Jede Beeinträchtigung des Betriebs, insbesondere im Zusammenhang mit einem Sicherheitsverstoß, zieht die Aufmerksamkeit von Händlern, institutionellen Verwahrstellen und Aufsichtsbehörden auf sich. Das Ausmaß der hier gemeldeten Abflüsse verdeutlicht, wie schnell Kapital bewegt werden kann, sobald technische Hürden beseitigt sind.

Weitere Einzelheiten zum Ursprung des Hacks, zu den betroffenen Vermögenswerten und zu etwaigen Entschädigungs- oder Wiederherstellungsmaßnahmen von Binance waren in den verfügbaren Berichten nicht enthalten. Marktteilnehmer werden wahrscheinlich auf offizielle Stellungnahmen der Börse achten, die das Ausmaß des Vorfalls und die ergriffenen Abhilfemaßnahmen erläutern.

Auswirkungen auf den Markt

Große, schnelle Abflüsse von einer bedeutenden Börse können sich kurzfristig auf die Liquidität und die Handelsbedingungen auf dieser Plattform auswirken, insbesondere bei Vermögenswerten, deren Orderbücher dort stark konzentriert sind. Ein derartiger Auszahlungsansturm kann auch andere Börsen und Verwahrstellen dazu veranlassen, ihre Sicherheitsvorkehrungen und Verfahren zur Reaktion auf Vorfälle zu überprüfen.

Für den Gesamtmarkt verstärken solche Ereignisse tendenziell die Diskussion über die Selbstverwahrung im Vergleich zur Verwahrung durch Börsen und können die Stimmung gegenüber zentralisierten Handelsplätzen insgesamt beeinflussen. Da es keine detaillierten Bestätigungen zum Ausmaß des Hacks gibt, bleiben Fragen offen, die das Handelsverhalten weiter beeinflussen könnten, bis Binance oder andere Beteiligte für mehr Klarheit sorgen.

Die Abweichung zwischen den gemeldeten Beträgen von 3,8 Milliarden US-Dollar und 3,64 Milliarden US-Dollar verdeutlicht, wie schwierig es ist, Börsenabflüsse in Echtzeit genau zu messen. Weitere Angaben von Binance zum zugrunde liegenden Sicherheitsvorfall würden Händlern und Beobachtern helfen, sich ein vollständigeres Bild zu machen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel wurde von Binance abgezogen, nachdem die Auszahlungen wieder aufgenommen wurden?

CryptoBriefing berichtete, dass innerhalb von zehn Stunden fast 3,8 Milliarden US-Dollar abgezogen wurden. The Block meldete für denselben Zeitraum Nettoabflüsse in Höhe von 3,64 Milliarden US-Dollar.

Warum setzte Binance die Auszahlungen zunächst aus?

The Block bezeichnete die Aussetzung als Reaktion auf einen Rekord-Hack. Genauere Angaben zum Einbruch waren in den verfügbaren Berichten jedoch nicht enthalten.

Bedeutet ein großer Abfluss, dass Binance weiterhin unsicher ist?

Nicht unbedingt. Große Auszahlungswellen nach Sicherheitsvorfällen spiegeln oft die Vorsicht der Nutzer wider und sind kein Beleg für ein weiterhin bestehendes Risiko. Börsen nehmen Auszahlungen in der Regel erst wieder auf, nachdem sie die unmittelbaren Gefahren eingedämmt haben.

Warum unterscheiden sich die beiden gemeldeten Beträge?

Der eine Betrag könnte die Bruttoauszahlungen darstellen, während der andere die Nettoabflüsse nach Berücksichtigung der Einzahlungen im selben Zeitraum wiedergibt. Dadurch können sich leicht unterschiedliche Summen ergeben.

Ursprünglich von AltcoinGordon veröffentlicht, verfasst von Victoria Reed. Mit Genehmigung erneut veröffentlicht.

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Der Beitrag „Fast 3,8 Milliarden US-Dollar nach Wiederaufnahme der Auszahlungen innerhalb von 10 Stunden von Binance abgezogen“ erschien zuerst auf TheCoinrise.com.