SOL, ETH und NEAR schwächeln gemeinsam, doch ZEC hält dagegen
Zuerst das Fazit: Der Grund für diesen Abwärtstrend ist erschöpfte Geduld, nicht ein Wechsel der Hände. $SOL , $ETH und $NEAR schwächeln im Gleichschritt, nur ZEC hält sich noch – das ist kein Zufall, sondern eine Frage der Kapitalstruktur. Die großen öffentlichen Blockchains erzählen alle dieselbe Geschichte: Ökosystem, Narrativ, Aktivität. Sobald die Risikobereitschaft sinkt, werden sie gemeinsam verkauft – ihre Unabhängigkeit ist nahezu gleich null.$ETH ist die Grundlage der Kapitalströme. Sobald diese Grundlage wankt, fällt ein Coin mit hohem Beta wie $SOL natürlich schneller als alle anderen.$NEAR ist das Paradebeispiel: Das Narrativ hängt noch an der Wand, aber die Käufer sind längst weg. Der viel beschworene „Ökosystem-Boom“ ist angesichts der Liquidität keinen Cent wert.
Krypto-PAC setzt auf das falsche Pferd: Senatssitz in Ohio wechselt die Seite
Fairshake hat diesmal nicht sein Ziel erreicht. Der frühere demokratische Senator Sherrod Brown besiegte Jon Husted und eroberte den Senatssitz zurück. Das einflussreichste politische Aktionskomitee der Krypto-Branche gab sein Geld aus, erzielte aber nicht das gewünschte Ergebnis. Brown ist genau die Art von Abgeordnetem, die die Krypto-Branche lieber nicht sehen möchte. Fairshake setzte offensichtlich auf seinen Gegner – und verlor. Dabei ging es um mehr als nur eine verlorene Wahl: Auch die in der Branche während der vergangenen zwei Jahre verbreitete Vorstellung, man könne sich mit politischen Spenden eine wohlwollende Politik erkaufen, steht nun infrage.
ZachXBT nennt französische Bank: Krypto-Diebstahl in Höhe von 133 Millionen US-Dollar
Der On-Chain-Ermittler ZachXBT hat erneut zugeschlagen. Diesmal nimmt er eine französische Bank ins Visier und erklärt, sie könnte Opfer eines Diebstahls von Krypto-Vermögenswerten geworden sein. Der Schaden könnte sich auf mehr als 133 Millionen US-Dollar belaufen. Cointelegraph zufolge hat die Bank bislang nicht bestätigt, dass sie mit dem Vorfall in Verbindung steht. Bemerkenswert ist an diesem Vorfall nicht die Zahl selbst, sondern die Art der Darstellung: Auf der einen Seite steht die öffentliche Anschuldigung eines On-Chain-Ermittlers, auf der anderen das Schweigen der Institution. Bis sich die Bank offiziell äußert, sind sämtliche Details lediglich einseitige Behauptungen. Was genau geschehen ist, wer dafür verantwortlich ist und wohin die Gelder geflossen sind, bleibt offen. „Mutmaßlich“ als „bewiesen“ darzustellen, ist einer der häufigsten Fehler bei solchen Vorfällen.
Stimmenauszählung bei den US-Zwischenwahlen: Ändert sich der Kurs bei der Krypto-Regulierung?
Bei den US-Zwischenwahlen werden gerade die Stimmen ausgezählt. Cointelegraph verfolgt die Entwicklungen in einem Liveblog: Die Demokraten stehen kurz davor, die Kontrolle über den Kongress zu übernehmen. Im Fokus steht nicht nur, welche Partei gewinnt, sondern auch, ob mehrere von der Krypto-Branche unterstützte Kandidaten den Einzug in den Kongress schaffen und wie das Ergebnis die Regulierung digitaler Vermögenswerte beeinflussen wird. Für die Krypto-Branche ist die Bedeutung dieses Ereignisses kaum zu überschätzen. In den vergangenen Jahren hing die Haltung der Regulierungsbehörden im Wesentlichen davon ab, wer die Schlüsselpositionen innehatte: Wer den Vorsitz eines Ausschusses führte, welche Gesetzentwürfe auf der Tagesordnung standen und wer bei Anhörungen die Fragen stellte. Die Zwischenwahlen bestimmen zwar nicht direkt die politische Ausrichtung des Weißen Hauses, verändern aber das Tempo und die Hürden der Gesetzgebung. Deshalb verfolgt der Markt die Ergebnisse in jedem entscheidenden Wahlbezirk genau.
Bei der US-Kryptoregulierung haben tatsächlich die Behörden das Sagen, nicht die Wahlen
Die US-Zwischenwahlen waren ein hitziges Rennen, doch viele in der Kryptobranche erwarten nicht, dass ein neuer Kongress die Regulierungsprobleme einfach lösen wird. In einem Bericht von Cointelegraph brachte ein Anwalt von 1inch es auf den Punkt: Unabhängig vom Wahlausgang sind es die Aufsichtsbehörden – nicht die Politiker –, die die Kryptopolitik tatsächlich voranbringen. Das klingt pessimistisch, ist aber ziemlich realistisch. In den vergangenen Jahren sind die US-Kryptoregeln im Wesentlichen nicht Schritt für Schritt durch Gesetze entstanden, sondern durch die fortlaufenden Durchsetzungsmaßnahmen der Aufsichtsbehörden, ihre Auslegungsschreiben und ihre Lizenzierungspraxis. Der Kongress mag streiten, doch die tatsächlichen Compliance-Grenzen für Projekte werden oft von den Aufsichtsbehörden festgelegt. Bei Wahlen ändern sich die Sitze, nicht aber diese Funktionsweise.
Vier Coins gemeinsam unter Druck: Wichtige Unterstützungszonen als Verteidigungslinie der Marktstimmung
Diese Marktbewegung sieht nicht gerade gut aus. XRP, Cardano (ADA), Near Protocol (NEAR) und Zcash (ZEC) stehen allesamt unter Druck, und die Aufmerksamkeit des Marktes richtet sich wieder auf wichtige Unterstützungszonen – den Begriff „Blutbad“ hat U.Today direkt in die Schlagzeile gesetzt. Bemerkenswert ist, dass diese vier Coins nicht derselben Anlageklasse angehören: XRP steht für die altbekannte Zahlungsgeschichte, ADA ist ein etablierter Name unter den öffentlichen Blockchains, NEAR ist eine öffentliche Blockchain, die in den letzten Jahren mit einer neuen Erzählung wieder an Aufmerksamkeit gewonnen hat, und ZEC gehört zum Privacy-Sektor. Dass sie alle gleichzeitig unter Druck geraten, zeigt, dass das Problem nicht bei den Fundamentaldaten einzelner Projekte liegt, sondern an der allgemein sinkenden Risikobereitschaft. In solchen Phasen ist es wenig sinnvoll, einzelne Whitepaper zu studieren oder die Entwicklung des Ökosystems zu verfolgen – wenn die Liquidität schwindet, werden gute und schlechte Vermögenswerte gleichermaßen verkauft.
Südkoreanische Aufsichtsbehörden nehmen Börsen erneut in die Pflicht: 80 % in Cold Wallets reichen nicht
Nach dem Hackerangriff auf Binance beließen es die südkoreanischen Aufsichtsbehörden nicht bei einer Stellungnahme, sondern forderten die Börsen direkt auf, den Anteil ihrer Cold Wallets weiter zu erhöhen. Südkorea zählt ohnehin zu den Märkten mit den strengsten Anforderungen an die Vermögensreserven von Börsen weltweit: Mindestens 80 % der Kundenvermögen müssen in Cold Wallets aufbewahrt werden – diese Vorgabe ist bereits gesetzlich verankert. Jetzt sagen die Aufsichtsbehörden: Das reicht noch nicht. Diese Haltung ist durchaus bedenkenswert. In vielen Märkten gelten 80 % bereits als Spitzenstandard, doch die Logik der südkoreanischen Aufsichtsbehörden ist klar: Die 20 %, die in Hot Wallets verbleiben, sind das einzige Einfallstor für Hacker. Je kleiner dieses Fenster, desto besser – am besten so klein, dass Hacker gar keine Gelegenheit zum Angriff bekommen. Der Vorfall bei Binance war für die gesamte Branche im Grunde ein kostenloser Penetrationstest.
Nordkorea bestreitet Beteiligung am Diebstahl bei Binance und beschuldigt stattdessen die USA
Nordkorea bestreitet, etwas mit dem Diebstahl von Kryptowährungen bei Binance zu tun zu haben, bei dem es um bis zu 6,3 Milliarden US-Dollar ging, und gibt stattdessen den USA die Schuld. Kim Yo Jong erklärte, die Vorwürfe der US-Seite seien politisch motiviert. Die Nachricht stammt von Cointelegraph. Zuvor hatte das FBI den Angriff Nordkorea zugeschrieben. Solche Zuschreibungen sind in der Branche nicht ungewöhnlich: Nach einem Vorfall bei einer Kryptobörse richten Sicherheitsteams und Blockchain-Analysefirmen ihren Verdacht oft schnell auf Pjöngjang. Doch diesmal konterte die Gegenseite öffentlich. Damit geht es nicht mehr nur um technische Ermittlungen, sondern auch um einen Kampf um die öffentliche Meinung und einen diplomatischen Schlagabtausch.
KI wird zum Auswahlwerkzeug für Hacker: Dein Wallet wird vom Modell bewertet
Sicherheitsforscher haben etwas ziemlich Beunruhigendes entdeckt: Große Sprachmodelle wie Claude, Gemini und Kimi werden von Cyberkriminellen als „Datenanalysten“ eingesetzt. Sie sollen nicht etwa Code schreiben, sondern gestohlene Daten auswerten, darin wohlhabende Krypto-Besitzer aufspüren und potenzielle Ziele danach sortieren, „wie viel diese Person wert ist“. Früher war dieser Schritt am arbeitsintensivsten. Hacker mussten selbst Chatverläufe durchforsten, Social-Media-Konten durchsuchen, Adressen abgleichen und Bestände erraten – und von Hand entscheiden, bei wem sich ein Angriff lohnt. Heute übergeben sie die Daten einfach einem Modell, das Zusammenhänge ordnet, Hinweise herausfiltert und Opfer nach der Größe ihres Vermögens bewertet. In wenigen Minuten erstellt es eine „Prioritätenliste“. Wer zuerst und wer später dran ist, liegt dann klar auf der Hand.
NEAR, XRP, ZEC und SHIB testen wichtige Unterstützungen – der Tagesschluss entscheidet über den Erfolg einer Erholung
NEAR, XRP, ZEC und SHIB stehen jetzt alle an einem Punkt, an dem eine klare Richtung gefragt ist. Die Kursanalyse von U.Today weist direkt darauf hin: Sie testen wichtige Unterstützungen, und die Schlusskurse der nächsten ein bis zwei Tageskerzen dürften im Wesentlichen entscheiden, ob eine Erholung noch möglich ist. Warum wird immer wieder der „Tagesschlusskurs“ betont? Weil ein kurzer Ausschlag intraday und der Schlusskurs zwei völlig verschiedene Dinge sind. Wird eine Unterstützung im Tagesverlauf unterschritten und anschließend zurückerobert, handelt es sich oft nur um eine Jagd nach Liquidität: Einige Stop-Loss-Orders werden ausgelöst, dann dreht der Kurs wieder. Schließt die Tageskerze jedoch tatsächlich unter der Unterstützung, ist die Struktur beschädigt. Diese Marke später zurückzuerobern, wird dann deutlich schwieriger.
Südkoreas Zentralbank prüft das Krypto-Engagement von 31 Instituten
Die südkoreanische Zentralbank hat dieses Mal nichts im Vorfeld durchsickern lassen, sondern direkt 31 Finanzinstitute mit einem Fragebogen konfrontiert. Die Fragen waren sehr konkret: Wie würde sich euer Geschäft auswirken, wenn eine große Börse plötzlich den Betrieb einstellt, die Kurse über längere Zeit immer weiter sinken oder ein anderes Institut mit Kryptoanlagen hohe Verluste macht? Alle drei hypothetischen Szenarien haben sich in den vergangenen Jahren tatsächlich ereignet. Dass eine Börse zusammenbricht, ist keine bloße Annahme, und auch dass ein Institut mit einem riskanten Engagement Schiffbruch erleidet, ist keine bloße Annahme. Dass die Zentralbank diese Szenarien auf den Tisch legt und Stresstests durchführt, zeigt: Krypto ist längst kein „Spiel unter Insidern“ mehr, sondern ein unvermeidlicher Bestandteil der Bilanzen traditioneller Finanzinstitute.
BTC gibt bei der Konsolidierung von vier großen Coins den Ton an – wichtige Unterstützungen im Fokus
Diese technische Analyse vom 2. November bringt es ganz direkt auf den Punkt: LINK, NEAR, BNB und BTC befinden sich nach der Korrektur im Oktober nun alle in einer Konsolidierungsphase. Einfach gesagt: Der Markt hält vorerst inne, um Luft zu holen, und Bullen wie Bären warten darauf, dass die Gegenseite den ersten Schritt macht. In so einer Lage sollte man auf keinen Fall vorschnell die Richtung erraten. Entscheidend ist vielmehr, ob die jeweiligen wichtigen Unterstützungen halten. BTC bleibt der „Anker des Marktes“. Solange BTC sich nicht stabilisiert, ist alles, was die anderen drei machen, vergebliche Mühe. Der aktuelle Test der wichtigen Unterstützung von BTC entscheidet im Grunde darüber, ob sich die kurzfristige Stimmung erholt oder die Kurse weiter nachgeben. Meiner Ansicht nach sollte man lieber erst beobachten, ob diese wichtige Linie im Gesamtmarkt hält, statt auf die Erholung kleinerer Coins zu schauen. Dort liegt der Ursprung des Marktgeschehens.
BTCPay Server warnt vor Diebstahl aus Hot Wallets in älteren Versionen und empfiehlt, Server zunächst herunterzufahren
Der selbst gehostete Zahlungsabwickler BTCPay Server hat eine ungewöhnlich deutliche Warnung herausgegeben: Nachdem mehrere Berichte eingegangen waren, dass Angreifer unbefugt Geld aus Hot Wallets abgezogen hatten, empfahl das Team den Betreibern direkt, ihre Server zunächst herunterzufahren. Wohlgemerkt: „herunterfahren“, nicht „erst mal aktualisieren und abwarten“. Bei einem Open-Source-Projekt kommt eine solche Formulierung praktisch einem Alarm auf höchster Stufe gleich. Entscheidend ist die „veraltete Version“. Das Risiko liegt nicht im Design von BTCPay selbst, sondern bei den Instanzen, auf denen noch veraltete Software läuft. Der größte Vorteil von Open-Source-Software ist, dass jeder sie überprüfen kann. Genau darin liegt aber auch die größte Gefahr: Der Code wurde aktualisiert, doch auf deinem Rechner läuft weiterhin die alte Version – und die Sicherheitslücke bleibt offen.