🚨 China will im großen Betrugsfall in Tianjin mehr als 61.800 Bitcoin einziehen! 🇨🇳⚖️
💰 BTC im Wert von über 4,8 Milliarden US-Dollar stehen auf dem Spiel – bekommen die Opfer ihr Geld jemals zurück?
China versucht, ein enormes Kryptowährungsvermögen einzuziehen, das mit einem der größten illegalen Fundraising-Skandale des Landes in Verbindung steht. Die Vermögenswerte zurückzuerlangen, könnte sich jedoch als weit komplizierter erweisen, als lediglich einen Gerichtsbeschluss zu erwirken.
📌 Was ist passiert?
Am 28. September 2026 nahm das Zweite Mittlere Volksgericht Tianjin einen Antrag der Staatsanwaltschaften an, die Einziehung mutmaßlicher krimineller Erträge im Zusammenhang mit Qian Zhimin zu beantragen, der Hauptfigur in einem massiven Anlagebetrugsfall.
Am 13. Oktober veröffentlichte das Gericht eine Bekanntmachung, in der den Opfern und anderen Beteiligten sechs Monate Zeit eingeräumt wurde, um Anträge auf Beteiligung am Verfahren einzureichen.
💸 Die betroffenen Vermögenswerte
Zu den in dem Einziehungsantrag aufgeführten Vermögenswerten gehören:
₿ 61,896.42 BTC — Bitcoin
🔹 72,700 BCH — Bitcoin Cash
🟡 72,700 BTG — Bitcoin Gold
🔷 72,700 BSV — Bitcoin SV
💧 3.606 Millionen XRP — XRP
🐕 70.08 Millionen DOGE — Dogecoin
💷 84,366.60 £ in bar sowie Schmuck und andere Wertgegenstände.
Berichten zufolge haben die britischen Behörden die Dogecoin bereits veräußert und den Erlös auf ein verzinsliches Konto eingezahlt.
Zu den im Bericht genannten Kursen ist allein das Bitcoin rund ¥34.5 Milliarden wert.
📖 Wie begann der Fall?
Zwischen April 2014 und August 2017 soll Qian Zhimin über die Tianjin Lantian Gerui Electronic Technology Co., Ltd. landesweit Anlageprodukte verkauft und dabei Kapitalschutz sowie hohe Renditen versprochen haben.
Den veröffentlichten Falldetails zufolge:
• Von mehr als 102.000 Anlegern wurden rund ¥40.378 Milliarden eingesammelt.
• Die Verluste der Anleger werden auf ¥19.977 Milliarden geschätzt.
• Die Gelder sollen verwendet worden sein, um frühere Anleger auszuzahlen, Scheinprojekte am Leben zu halten, Bitcoin zu kaufen und Immobilien, Fahrzeuge, Schmuck und andere Vermögenswerte zu erwerben.
Im Juli 2017 floh Qian Berichten zufolge mit einem Computer, auf dem sich eine Bitcoin-Wallet befand, aus China und reiste später unter dem Decknamen „Yadi Zhang“ ins Vereinigte Königreich.
🇬🇧 Warum ist die Verbindung zum Vereinigten Königreich so wichtig?
Ab 2018 untersuchte die Londoner Polizei den Fall und beschlagnahmte Kryptowährungen, die mit mutmaßlichen Straftatenerlösen in Verbindung standen. Rund 61,800 BTC kamen nach dem britischen Proceeds of Crime Act 2002 unter die Kontrolle der britischen Behörden. Damit handelte es sich um eine der größten Kryptowährungsbeschlagnahmungen in der britischen Geschichte.
Qian wurde im April 2024 festgenommen, bekannte sich im September 2025 schuldig und wurde im November 2025 zu 11 Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Wen Jian, eine weitere mit dem Fall in Verbindung stehende Person, wurde 2024 zu sechs Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.
⚖️ Die größte Frage: Werden die Opfer ihr Geld zurückbekommen?
Chinas Einziehungsverfahren könnte die rechtliche Grundlage für die Rückforderung von Vermögenswerten schaffen, die mit dem mutmaßlichen Betrug in Verbindung stehen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die Kryptowährung nach China übertragen oder an die Opfer verteilt wird.
Die Vermögenswerte stehen unter der Kontrolle britischer Justizbehörden. Daher könnten die grenzüberschreitende rechtliche Zusammenarbeit, Eigentumsansprüche und konkurrierende Ansprüche auf die Erlöse eine entscheidende Rolle spielen.
Ein chinesischer Gerichtsbeschluss allein reicht möglicherweise nicht aus, um die Rückgabe der Vermögenswerte sicherzustellen.
🔥 Das Wichtigste in Kürze
Dieser Fall verdeutlicht eine große Herausforderung in der Welt der Kryptowährungen: Digitale Vermögenswerte können sofort Grenzen überschreiten, doch ihre Rückführung über internationale Rechtssysteme kann Jahre dauern.
Für mehr als 102.000 Anleger lautet die entscheidende Frage nicht nur, wie viel Bitcoin sichergestellt wurde – sondern ob das zurückgewonnene Vermögen jemals die Menschen erreichen wird, die ihr Geld verloren haben.
💬 Was denkt ihr? Sollte das beschlagnahmte Bitcoin direkt an die Opfer zurückgegeben werden, oder sollten die Gerichte zunächst die Eigentumsverhältnisse und konkurrierenden Rechtsansprüche klären?
