Aptos verbrennt sämtliche Gebühren, „die Rendite für Tokenhalter ist unter vier Chains am höchsten“ – bei so einer Überschrift muss ich einfach lachen.

Laut den Zahlen von Blockworks wurden im August pro 10.000 Dollar FDV innerhalb eines Jahres 4,21 Dollar an Tokenhalter ausgeschüttet. Aufs Jahr hochgerechnet sind das etwas über 0,04 %. Damit auf Platz eins zu landen, zeigt nur, dass es bei den anderen drei noch schlimmer aussieht – mit der Frage, ob APT attraktiv ist, hat das nichts zu tun.

Wirft man einen Blick auf die Zahlen von DefiLlama (abgerufen am 29. Oktober von @llama): Die Einnahmen der Tokenhalter lagen im Monat gerade einmal bei etwas über 100.000 Dollar – im April bei 22.900, im August bei 89.700 und im Oktober bisher bei 125.000 Dollar.
Auf der Freischaltungsseite werden in den kommenden zwölf Monaten jeden Monat etwa 4,54 Millionen APT freigeschaltet. Für die nächsten 30 Tage entspricht das zum aktuellen Kurs ungefähr 3,18 Millionen Dollar.

Auf der einen Seite werden monatlich etwas über 100.000 Dollar verbrannt, auf der anderen kommen jeden Monat neue Token im Wert von über drei Millionen Dollar auf den Markt – ein Unterschied von etwa dem 25-Fachen. Aufs Jahr gerechnet stehen Einnahmen von rund 1,4 Millionen Dollar Freischaltungen im Wert von etwa 38 Millionen Dollar gegenüber. Die Staking-Belohnungen sind dabei noch nicht eingerechnet; die tatsächliche Verwässerung fällt also nur noch höher aus.

Die Aussage „Die Gebühren übersteigen die Zahlungen an die Validatoren“ ist technisch gesehen nicht falsch, hat aber wenig damit zu tun, ob der Kurs deiner Coins steigt oder nicht. Die Deflationsstory muss erst die Freischaltungen überstehen. Wenn sie das nicht schafft, ist sie nur für die gedacht, die später auf den Coins sitzen bleiben.

#Aptos #APT