**Bei der Sitzung am 27.–28. Oktober dürfte die Fed den Leitzins voraussichtlich bei 3,75–4,00 % belassen. Die Märkte rechnen mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 % damit – eine Pause, keine Senkung.** 📊

Hier ist die entscheidende Nuance: Es geht weniger um ein Szenario nach dem Motto „gute Nachrichten lösen eine Rally aus“ als vielmehr um **Erleichterung mit Vorbehalt**. Die Märkte rechnen bereits mit einer unveränderten Zinspolitik. Der eigentliche Markttreiber ist also nicht die Entscheidung selbst, sondern die anschließende Wortwahl von Fed-Chef Kevin Warsh bei der Pressekonferenz. Ein restriktiver Ton, der auf eine Zinserhöhung im Dezember hindeutet, könnte Risikoanlagen weiterhin unter Druck setzen.
Auch eine ehrliche Einordnung wert: Die Formulierung „Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung unter 10 %“ bezieht sich auf das Szenario einer *Pause*. Die Daten von CME FedWatch zeigen jedoch, dass Händler inzwischen auf eine **Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt im Dezember** setzen. Die Geschichte der geldpolitischen Straffung ist also nicht vorbei – sie wurde nur aufgeschoben.

## **Die aktuelle Ausgangslage**
Das FOMC tagt am 27.–28. Oktober. Die nahezu einhellige Erwartung lautet: **keine Änderung** des Leitzinses, der nach der Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September bei 3,75–4,00 % bleiben dürfte. Einer Umfrage zufolge erwarten 94 von 100 Prognostikern in diesem Monat eine Zinspause – und alle 100 eine Zinserhöhung im Dezember.
Warum eine Pause trotz erhöhter Inflation? Weil die Geldpolitik mit Verzögerung wirkt: Änderungen brauchen Zeit, bis sie sich in der Wirtschaft bemerkbar machen. Deshalb warten die Verantwortlichen oft ab, welche Wirkung der letzte Schritt zeigt, bevor sie den nächsten setzen.

> Die Entscheidung selbst ist bereits eingepreist. **Die Volatilität steckt in der Pressekonferenz.** 🎙️
## **Was das für Kryptowährungen bedeutet**
Bitcoin befindet sich vor der Entscheidung im **„Abwarten-und-Beobachten-Modus“** – niemand will eine große Wette eingehen, bevor die Fed spricht. Der Kurs kämpft darum, die Unterstützung bei 80.000 $ zu halten, und pendelt nach einem Ausverkauf am Wochenende um 80.400 $.

Das Wochenende war turbulent: **Innerhalb von 24 Stunden wurden Krypto-Positionen im Wert von mehr als 810 Millionen Dollar liquidiert**, darunter bullishe Wetten im Umfang von rund 689 Millionen Dollar. In einem Zeitraum von zwei Stunden wurden Long-Positionen im Wert von fast 150 Millionen Dollar ausgelöscht, als BTC auf 79.145 $ fiel.

Die Mechanismen sind hier entscheidend. Wenn die Fed die Zinsen unverändert lässt oder einen zurückhaltenden Ton anschlägt, schwächt sich der Dollar tendenziell ab und günstiges Geld fließt zurück in Risikoanlagen. Sollte die Fed die Zinsen erneut erhöhen, sieht ein Analyst den **Boden bei 75.000–77.000 $** wieder in Reichweite.
**Drei Katalysatoren in den nächsten zwei Wochen**:
- 🏦 Fed-Entscheidung – 28. Oktober
- 📉 Verfall von Bitcoin-Optionen im Wert von 11,69 Milliarden Dollar – 30. Oktober
- 🗳️ US-Zwischenwahlen – 3. November
## **Coins, die du im Blick behalten solltest** 🔥
Laut den heißesten Narrativen der Woche (13.–19. OktOCT
- **Pearl (PRL)** — führend beim KI-Narrativ des Minings mit „Proof of Useful Work“
- **Quantus (QTC)** — das Narrativ der Post-Quanten-Blockchain
- **Monero (XMR)** — Privacy-Coins halten sich, während die meisten anderen Verluste verzeichnen
Größere Coins im aktuellen Mix:
- **Bitcoin (BTC)** — ca. 80.400 $, hält die psychologisch wichtige Marke
- **Ether (ETH)** — ca. 2.331 $
- **XRP** — ca. 1,29 $, einer der wenigen Gewinner
- **Solana (SOL)** — ca. 100,72 $
- **BNB** — ca. 737,80 $, plus 1,49 %
Nur 2 der 26 größten Coins schlossen die Vorwoche im Plus – selektives Vorgehen ist also derzeit entscheidend.
## **So solltest du es einordnen**
**Die ehrliche Einschätzung:** Eine Fed-Pause nimmt einen Gegenwindfaktor aus dem Spiel, macht den Markt aber nicht automatisch bullish. Für ein bullishes Szenario muss die Fed die Zinsen unverändert lassen *und* die ETF-Zuflüsse müssen anhalten – dann geht der Ausbruch tendenziell nach oben.
**Das Risikoszenario:** Wenn Warsh signalisiert, dass eine weitere Zinserhöhung bevorsteht, musst du mit Druck auf spekulative Anlagen, einem stärkeren Dollar und einer Rückkehr in die Spanne von 75.000–77.000 $ rechnen.


**Das Fazit für deinen Beitrag:** Formuliere es als *„Erleichterung, keine Rally – achte auf die Pressekonferenz, nicht auf die Entscheidung.“* Das ist die treffende Einordnung und wird nicht schlecht altern, falls es im Dezember zu einer Zinserhöhung kommt.
