Der Fall um den vom Präsidenten lancierten Coin ist entschieden: keine Straftat. Der argentinische Bundesrichter Marcelo Martínez de Giorgi wies am 23. Oktober das Strafverfahren um LIBRA gegen Präsident Javier Milei, seine Schwester Karina Milei und neun weitere Personen ab. Selbst die Staatsanwaltschaft hatte beantragt, das Verfahren einzustellen. Die Begründung des Richters ist schlicht: Der Beitrag des Präsidenten habe die Aufmerksamkeit für das Projekt zwar verstärkt, doch Kursschwankungen und Verluste allein stellten keinen Betrug dar. Auch gebe es keine Beweise dafür, dass staatliche Ressourcen eingesetzt oder Geld gegen Kontakte getauscht worden seien. Dabei war der Fall völlig aus dem Ruder gelaufen: Am 14. Februar 2025 wurde der Coin lanciert; vom Start bis zum Höchststand von rund 4,55 US-Dollar vergingen nur 66 Minuten. Zwei Wallets machten innerhalb von 43 Minuten rund 5,4 Millionen US-Dollar Gewinn, während Anleger auf der anderen Seite mehr als 251 Millionen US-Dollar verloren. Das Strafverfahren ist beendet, doch das Geld ist nicht zurück: Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, und über zivilrechtliche Ansprüche sowie die Rückforderung der Gelder muss noch gesondert entschieden werden. #LIBRA #Argentinien