Bybit-CEO Ben Zhou hat erklärt, wie der Einstieg in den US-Markt gelingen soll: Statt sich durch die Lizenzverfahren in jedem einzelnen Bundesstaat zu kämpfen, will Bybit mit einem traditionellen Broker mit bestehendem Kundenstamm zusammenarbeiten – ausdrücklich mit einem Partner im Stil von Interactive Brokers, dessen Reichweite direkt mit der von Robinhood konkurrieren kann.

Warum nicht einfach den Alleingang wagen? Zhou hat nachgerechnet: Von den bundesstaatlichen Lizenzen für Geldtransfers bis zur BitLicense in New York kann es zwei bis drei Jahre dauern. Da sei es besser, auf die Verabschiedung des Clarity Act und die Übernahme der Aufsicht durch die SEC zu warten – auf eine bundesweite Abdeckung nach dem Prinzip „eine Aufsichtsbehörde, eine Lizenz“.

Bybit ist bislang die einzige große Börse, die noch nicht in den USA aktiv ist. Sie hat mehr als 80 Millionen registrierte Nutzer und ist in über 180 Ländern und Regionen vertreten. Zudem hat sie in den USA eine „völlig einwandfreie Bilanz“. Zhou zufolge kann das Unternehmen auf den besten Zeitpunkt warten und muss sich nicht von FOMO treiben lassen – schließlich wird der US-Markt bereits weitgehend von Coinbase und Robinhood dominiert.

Als nächsten Markt hat er eher Großbritannien im Blick: Neue Regulierungsvorschriften sind in Arbeit, und keine globale Börse dominiert den Markt. Die Kosten für den Marktzugang dürften allerdings in der Nähe der Kosten für eine EU-MiCA-Lizenz liegen. Anfang des Jahres war Zhou bereits zu Gesprächen mit der FCA und Mitgliedern des Oberhauses eingeladen worden. Für Europa plant Bybit, frühestens im ersten Quartal des kommenden Jahres eine „Super-App“ mit Derivaten und tokenisierten Aktien zu starten.

#Bybit #Robinhood #HOOD #COIN #Kryptobörse