Concrete-Tresore lassen sich nicht einfach mit „Das Geld wird ausschließlich vom Nutzer kontrolliert“ beschreiben. Eine ältere Vorstellung des Projekts auf Medium behauptet, es gebe weder Multisig-Risiken noch Verwaltungsschlüssel und menschliche Eingriffe seien unmöglich.

In den aktuellen offiziellen Angaben von Concrete heißt es jedoch, dass Einlagen in Multisig-Verwahrstrategien fließen, die von Gnosis-Safe- oder Fordefi-Wallets unterstützt werden. Dass Nutzer Einzahlungen veranlassen können, bedeutet nicht, dass sie die zugrunde liegenden Vermögenswerte jederzeit allein kontrollieren.

Aus der offiziellen Architekturdokumentation geht außerdem hervor: Wird eine Strategie mit asynchroner Buchführung nicht rechtzeitig aktualisiert, können Einzahlungen, Auszahlungen und die Abwicklung asynchroner Auszahlungsbatches blockiert werden. Ob die Betreiber rechtzeitig aktualisieren, beeinflusst also, ob Geld in solche Tresore hinein- oder aus ihnen herausfließen kann.

Diese Abhängigkeit lässt sich nicht auf alle Strategien übertragen und ist auch kein Beleg dafür, dass Gelder verloren gegangen sind. Die Kontrolle an ein Multisig abzugeben, beseitigt weder die Verwahrung noch die Abhängigkeit vom Betrieb.

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