Viele Trader suchen nach einem präzisen Einstieg, vergessen dabei aber eine entscheidende Frage: In welche Richtung gibt es für den Markt die meisten Gründe, sich zu bewegen?
Hier ist eine Methode, die drei Elemente kombiniert: den Trend, das Fair Value Gap (FVG) und das Fibonacci-Retracement.
1️⃣ Den übergeordneten Trend bestimmen
Beginne mit einem höheren Zeitrahmen als dem, den du für den Einstieg verwendest.
📈 Aufwärtstrend: Achte auf immer höhere Hochs und Tiefs. Bevorzuge Long-Szenarien.
📉 Abwärtstrend: Achte auf immer tiefere Hochs und Tiefs. Bevorzuge Short-Szenarien.
Wenn die Struktur uneindeutig ist, erzwinge keine Richtung.
2️⃣ Das FVG erkennen
Ein Fair Value Gap ist eine Ineffizienz-Zone, die in einer Struktur aus drei Kerzen sichtbar wird, wenn sich die Dochte der ersten und der dritten Kerze in einem Teil der Bewegung nicht überlappen.
Bullishes FVG: Das Tief der dritten Kerze liegt über dem Hoch der ersten.
Bearishes FVG: Das Hoch der dritten Kerze liegt unter dem Tief der ersten.
Der Kurs kann in diese Zone zurückkehren, aber ein FVG garantiert weder einen Abprall noch eine Umkehr. 🏃♂️ Behalte es im Auge.
3️⃣ Das Fibonacci-Retracement hinzufügen
Bei einer Aufwärtsbewegung zeichnest du Fibonacci vom Tief bis zum Hoch der Bewegung ein. Bei einer Abwärtsbewegung vom Hoch bis zum Tief.
Die Niveaus 0,5 und 0,618 werden oft beobachtet, um ein mögliches Retracement zu erkennen. Sie sind keine magischen Niveaus: Sie dienen als Orientierung, nicht als Beweis.
4️⃣ Nach Konfluenz suchen
Das Szenario wird interessant, wenn der Kurs in ein FVG zurückkehrt, das zum Trend passt, und diese Zone mit einem beobachteten Fibonacci-Niveau zusammenfällt.
Aber Vorsicht: Konfluenz macht eine Zone interessanter, nicht das Ergebnis sicherer.
5️⃣ Einstieg und Risiko vorbereiten
✅ Warte auf eine Reaktion oder eine Bestätigung, die zur Strategie passt.
✅ Lege den Stop-Loss auf einem Niveau fest, bei dem das Szenario hinfällig wird.
✅ Wähle ein Take-Profit-Ziel, das zu den vorherigen Strukturen und zum Chance-Risiko-Verhältnis passt.
🚨 Wenn der Kurs das Szenario nicht bestätigt, steige nicht ein. Diese Methode soll es dir ermöglichen, für deinen Einstieg eine Limit-Order zu platzieren. So vermeidest du FOMO.
Was du dir merken solltest: Der Trend = die bevorzugte Richtung;
FVG = eine interessante Zone;
Fibonacci = Orientierung für das Retracement;
Und die Bestätigung entspricht einem möglichen Auslöser.
Die Qualität eines Trades hängt nicht von der Anzahl der verwendeten Indikatoren ab, sondern von der Stimmigkeit des Szenarios und dem Risikomanagement. Jage dem Markt nicht hinterher – warte, bis er zu dir kommt.
Und du: Bevorzugst du für deine Einstiege die Konfluenz von FVG + Fibonacci oder verwendest du eine andere Methode? 👇

