Um halb zwei nachts habe ich durch meine Handygalerie gescrollt: 4.832 Fotos, davon 2.100 Screenshots.

Die Arten, die man einfach nicht löschen kann – hier mal eine kleine Bestandsaufnahme:

1. Screenshots für „Schaue ich mir später an“ – später heißt: im nächsten Leben. Den Artikel werde ich nie wieder öffnen, aber ihn zu löschen hieße, mir einzugestehen, dass ich Dinge nie durchziehe.
2. Screenshots von abgelaufenen Gutscheinen – 15 Rabatt ab einem Einkauf von 200, seit drei Monaten abgelaufen und immer noch gespeichert. Als Erinnerung daran, dass ich mal jemand war, der aufs Geld geachtet hat.
3. Screenshots von Memes – über 300 gespeichert, weniger als 10 davon verschickt. Mein Munitionslager für Meme-Battles. Davon hat man nie genug.
4. Screenshots von Überweisungen und Zahlungen – wenn ich sie lösche, kann ich später vielleicht die Abrechnung nicht mehr nachvollziehen. Seit drei Jahren gespeichert, kein einziges Mal abgeglichen.

Irgendwann ist mir klar geworden: Screenshots sind die Schublade des digitalen Zeitalters. Man stopft alles hinein, räumt selbst dann nicht auf, wenn sie voll ist – Hauptsache, die Schublade ist zu und man sieht das Chaos nicht. Den Cache zu leeren dauert nur fünf Minuten. Beim Löschen von Screenshots zögert man eine ganze Nacht – man löscht nicht einfach Bilder, sondern die Hoffnung: „Vielleicht brauche ich das irgendwann noch.“

Und bei euch: Wie viel Prozent eures Handyspeichers machen Screenshots aus? Vergleicht in den Kommentaren, wer am meisten hortet 📱

Quelle: Originalwitz

#halbzweiNachts