Auf der Jahreskonferenz der LBMA gaben die Vertreter zunächst eine Prognose für den Goldpreis ab: In einem Jahr werde er die Marke von 5.000 $ je Unze überschreiten. Die durchschnittliche Prognose lag bei 5.013,30 $ – rund 20 % über dem aktuellen Goldpreis.
Die Logik verändert sich. Früher galten steigende Renditen von US-Staatsanleihen als Gegenwind für den Goldpreis. Heute lassen wachsende Staatsschulden und eine angespannte Haushaltslage die Laufzeitprämien steigen. Dadurch beginnt der Markt, die Rolle von Staatsanleihen als sicherer Hafen infrage zu stellen. Gold birgt kein Kontrahentenrisiko, kann nicht ausfallen und lässt sich nur schwer einfrieren – und wird deshalb neu bewertet.
Auch die Zentralbanken setzen verstärkt auf Gold – es macht inzwischen fast ein Viertel der weltweiten Reserven aus.