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Ripple expandiert in das Geschäft mit der Finanzierung gehebelter börsengehandelter Fonds und bringt das Kryptounternehmen damit in einen Markt, der lange von Großbanken und Wertpapierhäusern dominiert wurde.

Laut einem Bericht des Wall Street Journal vom Mittwoch stellt die Prime-Brokerage-Sparte Ripple Prime Finanzierungen für Fonds bereit, mit denen Anleger die täglichen Kursbewegungen einzelner Aktien und Marktindizes vervielfachen können.

Ripple stieg im Oktober 2025 durch die Übernahme des Multi-Asset-Prime-Brokers Hidden Road für 1,25 Milliarden US-Dollar in das Geschäft ein. Durch den Deal erhielt Ripple einen etablierten Geschäftsbetrieb, der Wertpapiergeschäfte abwickelt, Anlagepositionen finanziert und Transaktionen mit Aktien, Anleihen, Währungen und digitalen Vermögenswerten bearbeitet.

Ein Fonds, der die doppelte Tagesrendite von Nvidia anstrebt, kann einen Finanzkontrakt namens Total Return Swap abschließen, statt doppelt so viele Nvidia-Aktien zu kaufen. Ein Broker stellt das entsprechende Engagement bereit und sichert sein eigenes Risiko in der Regel durch Aktienkäufe oder andere Geschäfte ab. Dafür erhält er vom Fonds eine Finanzierungsgebühr.

Wie das Journal berichtete, zahlt der Tradr 2X Long SNDK Daily ETF, der die tägliche Kursbewegung des Speicherchipherstellers Sandisk zweifach abbilden soll, an Ripple den Overnight Bank Funding Rate – eine Benchmark für die Kosten, zu denen Banken über Nacht Geld leihen – zuzüglich vier Prozentpunkten.

Bei den derzeitigen Zinssätzen entspricht das einem annualisierten Finanzierungssatz von rund 8 Prozent. Er wird auf das Swap-Engagement erhoben und fällt zusätzlich zur Verwaltungsgebühr des ETF an.