Ehrlich gesagt bin ich wegen der aktuellen Lebenshaltungskosten in Australien äußerst frustriert.

Heute erhielt ich eine E-Mail von meinem Hypothekengeber, in der stand, dass mein Wohnungsdarlehenszinssatz erneut gestiegen ist – auf 7,69 %. Als ich die Nachricht las, war meine erste Frage: Wie lange kann das noch so weitergehen?

Einerseits sind die Immobilienpreise extrem hoch. Andererseits sind die Hypothekenzinsen für viele Menschen zu einer erheblichen finanziellen Belastung geworden. In meinem Fall belaufen sich meine monatlichen Kosten im Zusammenhang mit meinem Wohnungsdarlehen auf etwa 20.000 $. Ein großer Teil dieses Geldes fließt in die Zinsen.

Der Unterschied wird noch deutlicher, wenn man die vergleichsweise niedrigeren Hypothekenzinsen an Orten wie China und Singapur betrachtet. Da fragt man sich, warum die Kosten für die Bedienung eines ähnlichen Kredits in Australien so viel höher sein können.

Und das Problem beschränkt sich nicht auf Hypotheken.

Ich bin bereits aus Australien weggezogen. Mein Haus steht jedoch seit fast zwei Monaten zum Verkauf und wurde noch immer nicht verkauft. Obwohl die Immobilie leer steht, fließt weiterhin jeden Monat eine enorme Summe Geld ab. Anders gesagt: Ob du in der Immobilie wohnst oder nicht – die Kosten für den Kredit laufen weiter.

Das bringt mich zu einer sehr wichtigen Erkenntnis.

💰 Ein hohes Gehalt bedeutet nicht unbedingt ein sorgenfreies Leben

Wenn wir darüber nachdenken, im Ausland zu studieren, zu arbeiten oder auszuwandern, schauen wir uns normalerweise zuerst eine Sache an:

Wie hoch ist das Gehalt?

Die wichtigeren Fragen sollten jedoch lauten:

Wie viel bleibt nach Steuern übrig?

Wie viel kosten eine Unterkunft oder die Miete?

Wie hoch sind die Zinszahlungen für die Hypothek?

Wie hoch sind die alltäglichen Lebenshaltungskosten?

Und wie viel kannst du am Ende jedes Monats tatsächlich sparen?

In Australien können die Gehälter in vielen Berufen auf dem Papier attraktiv aussehen. Berücksichtigt man jedoch die hohen Wohnkosten, Kreditzinsen, Steuern und sonstigen Lebenshaltungskosten, kann die tatsächliche finanzielle Lage ganz anders aussehen.

Du solltest also nicht allein deshalb nach Australien ziehen, weil dir jemand sagt: „Die Gehälter hier sind sehr hoch.“

Du musst das Gesamtbild deiner finanziellen Lage betrachten.

🌏 Rechne alles durch, bevor du ins Ausland ziehst

Wenn du darüber nachdenkst, nach Australien, Kanada, Singapur oder in ein anderes Land zu ziehen, um dort zu studieren oder auszuwandern, solltest du nicht nur auf das mögliche Gehalt schauen.

Betrachte Nettoeinkommen, Steuern, Wohnkosten, Zinssätze, Gesundheitsversorgung, Transport und alltägliche Ausgaben im Zusammenhang.

Denn letztendlich zeigt der Betrag, der am Monatsende auf deinem Bankkonto übrig ist, wie deine tatsächliche finanzielle Lage aussieht.

Ein hohes Gehalt bedeutet nicht unbedingt hohe Ersparnisse.

Der tatsächliche finanzielle Vorteil entsteht, wenn man das richtige Gleichgewicht zwischen Einkommen und Lebenshaltungskosten findet.

📌 Dieser Beitrag beruht auf persönlichen Erfahrungen und allgemeinen finanziellen Beobachtungen. Zinssätze, Steuern und Lebenshaltungskosten variieren je nach persönlicher Situation und Kreditbedingungen. Dies ist keine Finanzberatung.

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