Nun hören Sie heute eine überaus seltene Kombi—eine Episode über Kryptowährungen und die Polizei.

Kryptowährungen und die Polizei. Wenn man diese beiden nebeneinander stellt, denkt die überwiegende Mehrheit natürlich an das altbekannte Bild: „Jäger und Gejagte“, und an das Katz-und-Maus-Spiel zwischen denen, die fangen, und denen, die stehlen. Doch weit gefehlt—gegen Ende September 2026 nämlich wird eine in Wien geführte Debatte alles, ganz leise, umzeichnen und das alte Bild lautlos übermalen.

Die Zeit: vom 29. bis zum 30. September. Der Ort: das Research-Standort Complexity Science Hub in Wien. Hier fand das 5. Interpol Forum für Neue Technologien (NTF) statt. Wenn ich die ausrichtenden Institutionen nenne: Interpol, das Justizministerium des Freistaats Bayern (Deutschland) und das Complexity Science Hub – also drei Veranstalter. Versammelt waren Strafverfolgungsbehörden, internationale Organisationen, die Wissenschaft und die Tech-Branche – allesamt mit ausgewiesenen Experten. Das Motto der Veranstaltung lautete: „Strafverfolgung der nächsten Generation – entwirren neuer Technologien“. So war das Ganze gemeint.

Nun möchten wir, dass Sie besonders auf diesen Veranstaltungsort achten. Interpol, das große Bündnis, das 196 Mitgliedsländer zusammenbringt, kam bereits 1923 zur Welt – und zwar an genau diesem Ort in Wien. Rund hundert Jahre später wurde in derselben Stadt „die Strafverfolgung der nächsten hundert Jahre“ zum Thema gemacht – und was könnte es sein? Ganz sicher die Blockchain. Ist das nicht eine geschichtsträchtige Verbindung?

Am 30. Tag nach Tagesanbruch lautet das Panelthema „Zukünftige Anwendungsmöglichkeiten verteilter Ledger und ihre Auswirkungen auf die Strafverfolgung“. Auf die Bühne trat als Nächstes Herr John Hearstton, General Counsel der USA bei TRON!

Zur Verstärkung an der Seite stehen namhafte Persönlichkeiten, unter anderem Herr Daniel Leon von der europäischen Polizeibehörde (Europol) und Dr. Vladimir Vesely von der Brünner Technischen Hochschule. Und als Schiedsrichter – nein, als Moderator – fungierte Dr. Tom Balberow vom niederländischen Institut für angewandte wissenschaftliche Forschung (TNO).

Die in dieser Runde besprochenen Themen lassen sich, wenn man sie ordnet, auf drei Punkte bringen.

Erstens: Wie wird sich die Technologie digitaler Assets in den nächsten fünf Jahren entwickeln – und was wird das für Ermittlungen bedeuten?

Zweitens: Wie lässt sich eine „transparente Public Blockchain“, in die jeder Einblick hat, zur Compliance und für Ermittlungen nutzen?

Drei: Wie können diese beiden Dinge – Transparenz und der Schutz der Privatsphäre – miteinander in Einklang gebracht werden?

Nun, hier kommt der hörenswerte Teil. Als konkreten Maßnahmenvorschlag hob Herr Hearstton besonders deutlich „Quantenresistenz“ hervor.

Die elektronischen Signaturen in der heutigen Blockchain könnten in Zukunft durch Quantencomputer womöglich geknackt werden. Wie also reagierte TRON? Im April erklärte Herr Justin Sun offiziell sein Engagement für Post-Quanten-Verschlüsselung und brachte in dem Testnetz „Nile“ eine Ende-zu-Ende-Unterstützung für quantenresistente Signaturen zum Einsatz. Ende Juni wurden zwei Verfahren auf Basis von Quanten-sicheren Kryptostandards des US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST) integriert, und im Juli war man soweit, dass Entwickler sie praktisch ausprobieren konnten. Die Bühne für den Echtbetrieb steht nun erst bevor, aber …

Meine Damen und Herren, es wäre doch nur ein Nachspiel, wenn man dem Dieb erst nach dem Einbruch den Schlüssel zum Tresor austauschen würde. „Quanten-Schutz“ bedeutet im Grunde, die Tür zu verriegeln, bevor der Dieb überhaupt sein Gesicht zeigt. Auf Nummer sicher gehen – noch sicherer gehen – genau darum geht es.

Der Standpunkt von Herrn Hearstton ist ausgesprochen klar. Technik und Regulierung entwickeln sich Hand in Hand. Je mehr das Geld aus Institutionen in Public Blockchains fließt, desto schneller müssen sich auch Sicherheit und Compliance ausbreiten. Die Diskussion am runden Tisch weitete sich schließlich darauf aus, was „Techniker und Ermittler gemeinsam in den nächsten fünf Jahren aufbauen können“. So endete die Runde mit dem festen Entschluss, die Zusammenarbeit fortzusetzen.

Worin liegt nun das Herzstück dieser Angelegenheit? Es ist kein bloßes Schaufenster für Technik.

„Gemeinsam eine gemeinsame Sprache schaffen“ – das ist es.

Doch warum wurde TRON zu diesem Platz eingeladen? Der Schlüssel dazu liegt in den drei Geboten: „Nicht beschmutzen lassen“, „Nicht zerstören lassen“ und „Nicht verschließen“.

Zuerst das erste Gebot: „Nicht beschmutzen lassen“.

Laut den Untersuchungen von TRM Labs betrug der illegale Geldfluss mit Krypto-Assets im vergangenen Jahr 1580 Milliarden US-Dollar – ein bisheriger Höchststand. Die Bedrohung ist zweifellos echt. Dennoch: Zu sagen „Blockchain ist eine Brutstätte des Bösen“ ist eine Fehleinschätzung.

Bargeld hinterlässt keine Spuren. Eine Public Blockchain hinterlässt untilgbare Spuren. Die Frage ist: Gibt es jemanden, der diesen Spuren nachgehen und sie stoppen kann? TRON hat diese Eigenschaft zu einer wirksamen, verlässlichen Abschreckungs- und Sicherheitskraft geschärft.

Gemeinsam mit Tether sowie TRM Labs gestartet – im September 2024 wurden die „T3 Financial Crime Compliance Unit (T3 FCU)“ aus der Taufe gehoben. Wenn ich von der Arbeit dieser Einheit berichten darf,

Eingefroren wurden illegalen Gelder: zum Stand Mai 2026 über 450 Millionen US-Dollar!

Die im Jahr 2025 untersagten illegalen Gelder: ein Plus von 43,9% gegenüber dem Vorjahr!

Das geknüpfte Band reicht bis zu den fünf Kontinenten und erstreckt sich über 23 Rechtsräume,

Wenn die Ermittlungsbehörden Bedarf haben, wird die Klinge des Einfrierens innerhalb von 24 Stunden niedergehen!

So überzeugte dieser Einsatz sogar das Financial Action Task Force (FATF), dass die Initiative als Vorbild für die Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor aufgegriffen wurde. Wirklich, das ist allerhand.

Als Nächstes kommt das zweite Gebot: „Nicht zerstören lassen“.

Der über TRON fließende USDT übersteigt 94 Milliarden US-Dollar, die kumulierte Summe der Überweisungen hat 30 Billionen US-Dollar überschritten, und die Nutzerkonten liegen bei über 406 Millionen. Damit ist es längst kein „einzelner Service“ mehr. Es ist eine gesellschaftliche Infrastruktur wie Wasser oder Strom. Wofür steht die Verantwortung für Infrastruktur? Im Grunde darauf, dass sie auch in zehn Jahren nicht zerfällt. Die vorausschauende Vorbereitung auf Quantenresistenz ist nichts anderes als ein Verhalten, das den Besitz der künftigen Nutzer schon heute schützt.

Und drittens: „Nicht verschließen“.

Bei dezentralen Technologien hieß es lange, sie würden sich „dem Blick der Obrigkeit entziehen“. Doch TRON geht den umgekehrten Weg. Es sucht selbst den Dialog mit den Ermittlungsbehörden und in den Diskussionsrunden der Wissenschaft und weicht niemals von der schwierigen Aufgabe aus, Transparenz und Privatsphäre miteinander in Einklang zu bringen. Eine Technologie, die Dialog verweigert, wird – so gut sie auch ist – nicht in der Welt Wurzeln schlagen. Die Türen offen zu halten, ist selbst ein öffentliches Gut, das das Vertrauen der gesamten Branche insgesamt stärkt.

Setzen Sie sich, tauschen Sie Worte aus und schaffen Sie Nachweise mit belegbarer Leistung. Nur in der geduldigen Summe dieser kleinen Schritte findet die Technik die Chance, in der Welt Wurzeln zu schlagen.

In Wien wurde gezeigt, dass die Blockchain bei Ermittlungen nicht „stört“, sondern als „Zeuge“ dienen kann, der die Wahrheit weiter festhält. Und TRON nimmt nun ganz selbstbewusst genau auf diesem Zeugenplatz seinen Sitz ein.

TRON DAO, ein Sitzplatz in der Zeugenbank in Wien. Es ist genau die Zeit. Damit schließen wir diese Veranstaltung. Der Rest folgt beim nächsten Vortrag.

#TRON #TGF #TRONGlobalFriends