3 Stories haben die Messlatte für den 25. September genommen – ein wirklich ruhigerer Tag jenseits des Bitget-Dramas, das weiterhin im Gange ist.
1. Die Hack-Verluste von Bitget stiegen von 351,6 Mio. US-Dollar auf 387,5 Mio. US-Dollar, da eine umfassendere Prüfung zusätzliche betroffene Assets in Zcash und TRON zutage brachte. Noch bedeutsamer: Das unabhängige Blockchain-Analytics-Unternehmen Elliptic – nicht nur der eigene CEO von Bitget – bewertete den Angriff als „sehr wahrscheinlich“ mit Nordkorea verknüpft und verwies dabei auf die Übereinstimmung der On-Chain-Daten mit Adressen, die zuvor genutzt wurden, um den Bybit-Überfall im Jahr 2025 zu waschen. Damit liegt der Umfang des Krypto-Diebstahls durch Nordkorea im Jahr 2026 bereits bei über 1 Mrd. US-Dollar. Bitget startete ein Bounty-Programm und bot 5% der zurückerhaltenen Gelder für Hinweise an; Circle und Tether froren ein kleines Hacker-Wallet ein (laut Berichten entweder ~218K oder ~318K – Quellen widersprechen), doch der Großteil der gestohlenen Mittel bleibt eingefroren bzw. nicht eingefroren – tatsächlich bleibt der Hauptteil der gestohlenen Funds weiterhin nicht eingefroren. Auszahlungen blieben bis zum 26. September ausgesetzt, und der vollständige formale Root-Cause-Report wurde noch nicht veröffentlicht – Bitget sagt, die Forensik-Analyse (mit Mandiant und SlowMist) dauere länger als das ursprüngliche Versprechen von 24 Stunden.
2. Die SEC-Mitarbeiter haben eine aktualisierte Krypto-FAQ veröffentlicht, in der klargestellt wird, dass Token-Rückkäufe, Netzwerk-Upgrades und Werbeaussagen über die aktuellen Nutzungen eines Netzwerks einen Token nicht automatisch zu einem Wertpapier im Sinne des Howey-Frameworks machen – solange das Netzwerk bereits funktionsfähig ist und der Rückkauf nicht als Mechanismus zur Rückgewinnung von Erträgen für ein nicht funktionsfähiges Netzwerk angepriesen wird. Die Behörde sagte außerdem, dass bestimmte Staking-Receipt-Token möglicherweise eher Eigentumsnachweise als Wertpapiere sind. Die Leitlinien haben nicht die Kraft des Gesetzes und wurden nicht von der gesamten Kommission genehmigt, aber sie sind eine echte Klarstellung, die Wochen nach dem Scheitern des CLARITY Act im Senat herausgegeben wurde.
3. Der größte vierteljährliche Bitcoin-Optionsverfall des Jahres wurde bullisch abgerechnet: Rund 184.000 BTC-Optionen (~15,9 Mrd. US-Dollar Nominalwert, etwa 37% des gesamten BTC-Open-Interests von Deribit) liefen um 08:00 UTC aus, mit einem Max-Pain bei 75.000 US-Dollar, während der Spot-Kurs nahe 85.500 US-Dollar schloss – das bedeutet, dass etwa 55% der Calls im Geld verfielen und die Puts weitgehend wertlos waren. Das ist eine eindeutig bullische Auflösung im Vergleich zu dem Preisniveau, das der Marktteilnehmer-Positionierung zufolge besser gelegen hätte.
Ein Hack, der immer weiter wächst, eine Regulierungsbehörde, die Regeln per Leitlinien statt per Gesetz klärt, und Optionshändler, die das bullische Ergebnis bekommen – welches dieser Themenstränge von heute ist in einer Woche am wichtigsten?
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