Erzähl ich eine Geschichte von einem Freund, ziemlich interessant.

Er heißt A-Kai, er ist 2021 im Bullenmarkt eingestiegen. Am Anfang hat er mit Futures/Contracts gespielt, hat ein bisschen Geld verdient und dachte, er sei ein Genie. Später, als der Bullenmarkt seinen Höhepunkt erreichte, hat er alles auf eine Karte gesetzt und einen Stapel Mining-Geräte gekauft. Er fand Mining stabil – und meinte, er würde einfach nur herumsitzen und von selbst Gewinne machen.

Wie man weiß, ist dann 2022 der Bärenmarkt gekommen. Die Kurswerte sind massiv eingebrochen, und die Mining-Geräte wurden gleich mit abgewertet. Als er seine Geräte gekauft hat, kosteten sie jeweils mehrere Zehntausend Yuan, später wollten auf dem Gebrauchtmarkt kaum noch welche – teils für ein paar tausend. Stromkosten waren außerdem teuer, und die geminten Coins reichten nicht mal, um die Stromrechnung zu bezahlen.

Damals hat er tagtäglich in der Gruppe seinen Frust rausgelassen. Er sagte, Krypto sei Betrug, und er sei reingelegt worden. Später konnte man seine Nachrichten in der Gruppe nicht mehr sehen.

2023 habe ich gehört, dass er seine Mining-Geräte alle verkauft hat – mit einem großen Verlust. Danach ist er zu Didi gefahren, um zu arbeiten. Er sagte, er würde nie wieder in die Krypto-Szene zurückkehren.

2024, als der ETF zugelassen wurde, ist BTC dann stark gestiegen. Einmal bin ich draußen essen gegangen und bin ihm begegnet. Wir haben kurz geplaudert. Ich habe ihn gefragt, ob er sich noch die Kurse ansieht. Er meinte: Nein, er schaut nicht mehr hin, das macht nur unruhig.

Ich fragte, ob er es bereut, so früh verkauft zu haben. Er sagte: Bereut habe er nicht. „Nachdem ich verkauft habe, bin ich sogar wieder ruhiger. Jeden Tag Didi fahren – es ist zwar anstrengend, aber ich muss nicht mehr ständig auf die Kursbewegungen starren und kann nicht jeden Abend vor Sorge nicht einschlafen.“ Und er meinte: „Früher habe ich jeden Tag davon geträumt, über Nacht reich zu werden. Jetzt finde ich, dass so ein ruhiges, stabiles Leben auch ganz okay ist.“

Ich dachte, die Geschichte wäre damit vorbei. Aber letzte Monat – als BTC auf die 120.000 zugerast ist – hat er mir plötzlich geschrieben und gefragt, ob es jetzt noch rechtzeitig sei einzusteigen. Ich sagte: Du wolltest doch gar nichts mehr damit zu tun haben. Er meinte: In seinem Umfeld reden alle wieder darüber, es fühlt sich an, als würde es erneut steigen. Er wird nervös, er will wieder – er juckt es in den Händen.

Ich habe ihm keine Empfehlung gegeben und nur gesagt: Überleg es dir selbst genau.

Und dann, in diesen Tagen, wo es wieder stark abwärts ging, hat er mir erneut geschrieben. Er sagte, zum Glück habe er nicht gekauft, sonst wäre er wieder im Minus gefangen.

Da musste ich wirklich nur noch den Kopf schütteln.

In der Krypto-Welt

kommen viele hinein,

aber auch viele verlassen sie,

doch die wirklich gehen können, sind nicht viele.

Die meisten gehen erst, kommen dann wieder zurück –

und gehen wieder,

hin und her,

dabei wird das Geld nicht wirklich verdient,

aber die Zeit wird eine Menge verprasst.

Eigentlich ist es egal, ob man bleibt oder geht.

Am schlimmsten ist:

Wenn du gehst, aber du bist innerlich nicht zufrieden,

wenn du bleibst, aber dir fehlt die Entschlossenheit.

Zwischen beiden Seiten hin- und hergerissen,

am Ende holt man aus keiner Seite etwas heraus.

Wenn ihr noch nicht schlaft, kommt in die Chatroom-Lounge, setzt euch kurz dazu und redet mit mir: Habt ihr schon mal diese Phase gehabt, in der ihr „aus der Szene rauswolltet, aber es nicht loslassen konntet“?

Gute Nacht.

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