Kerninhalte
US-Finanzministerium (OFAC) stuft den iranischen Krypto-Dienstleister BitBank als vorrangiges Sanktionsziel ein
Im Rahmen der »Operation Economic Outcast« … direkter Angriff auf die Struktur zur Umgehung der US-Sanktionen gegen den Iran unter Nutzung von Kryptowährungen
Zusätzlicher Druck auf das iranische Netzwerk, das – darunter BitBank – US-Sanktionen über digitale Vermögenswerte regelmäßig umgangen hat
Alle US-Personen und US-Unternehmen, die mit BitBank Geschäfte machen, gehen erhebliche Risiken hinsichtlich zivil- und strafrechtlicher Verantwortlichkeit ein
Das US-Finanzministerium unterstellt dem Amt für die Kontrolle ausländischer Vermögenswerte (OFAC) am 17. September (Ortszeit) den mit dem Iran verbundenen Krypto-Dienst **BitBank (BitBank)** in die Sanktionsliste ein – im Rahmen der **Operation Economic Outcast** (»Operation Wirtschaftliche Ausgrenzung«).
Das Finanzministerium ordnete BitBank als zentrale Säule der »Infrastruktur zur Umgehung von Sanktionen auf Basis digitaler Vermögenswerte« des Iran ein.
Das Finanzministerium erklärte, BitBank sei über einen Beitrag auf dem Social-Media-Dienst X als »vorrangiges Ziel (priority target)« innerhalb des Netzwerks zur Umgehung der iranischen Sanktionen benannt worden.
Umfang und Bedeutung der Sanktionsvorgaben
Die aktuelle Maßnahme des OFAC umfasst zentrale Bestandteile der iranischen digitalen Vermögenswerte-Infrastruktur.
Die Sanktion gegen BitBank wurde nach üblichen OFAC-Verfahren verhängt; US-Personen sowie US-Unternehmen, die mit den benannten Zielen Geschäfte machen, können mit zivilrechtlichen Geldbußen und strafrechtlicher Verantwortlichkeit rechnen.
Wenn Personen oder Organisationen außerhalb der USA den Sanktionierten »wesentliche (material)« Unterstützung leisten, besteht zudem das Risiko, dass sekundäre Sanktionen (secondary sanctions) angewendet werden.
Die »Operation Economic Outcast« ist eine ständige Operation, die das Finanzministerium vorantreibt. Sie richtet sich gegen ausländische Akteure, die mit Hilfe verschiedener digitaler Vermögenswerte – darunter Bitcoin (Bitcoin)(BTC) – die US-Finanzkontrollen umgehen und Gelder verlagern.
Der Iran ist dabei ein typisches Zielland: Seit der Zugang zu traditionellen Finanznetzwerken blockiert wurde, habe man demnach die Umgehungskanäle unter Nutzung digitaler Vermögenswerte beständig ausgebaut.
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Aktuelle Entwicklung der Sanktionslage
Der OFAC hat in den letzten Jahren die Durchsetzungsinstrumente im Zusammenhang mit Kryptowährungen kontinuierlich weiterentwickelt.
Nachdem man seit 2021 durch mehrere Maßnahmen iranische kryptobezogene Börsen und Wallet-Adressen in die Sanktionsliste aufgenommen hatte, zeichnet sich zuletzt der Trend ab, die Zielsetzung von einzelnen Wallets auf eine Infrastruktur-Ebene auszuweiten.
Dadurch werden sämtliche Infrastruktur-Player wie Zahlungsabwickler, Börsenbetreiber und Liquiditätsanbieter stärker als zuvor mit dem Risiko einer Sanktionsbezeichnung konfrontiert.
Außerdem veröffentlichte die US-Notenbank (Fed) zur gleichen Zeit eine Warnung vor betrügerischen E-Mails, die sich als Zentralbank ausgaben.
Der Zeitpunkt sei zwar Zufall, die beiden Maßnahmen spiegelten jedoch einen Trend wider, bei dem das Bewusstsein für Zuverlässigkeit und Integrität von Finanznachrichten- und Zahlungs-Kanälen deutlich gestiegen ist.
Nur weil eine Sanktionsbezeichnung erfolgt ist, werden Krypto-Vermögenswerte nicht automatisch eingefroren.
Diese Maßnahme verbietet, dass US-Personen sowie Personen unter US-Gerichtsbarkeit Gegenstände zur Verfügung gestellt bekommen oder irgendwelche Geschäfte mit den benannten Zielen tätigen dürfen; außerdem
Eine direkte Durchsetzung bezogen auf On-Chain-Aktivitäten erfordert separate rechtliche Verfahren oder die Kooperation von Börsen.
Große Krypto-Börsen in den USA müssen die OFAC-Listen bereits aufgrund bestehender Compliance-Pflichten als Grundlage nutzen, um Wallets auszuwählen und zu sperren.
In der Mitteilung des Finanzministeriums wurden jedoch keine konkreten Angaben zu Geschäftsgröße oder detaillierten Betriebsabläufen von BitBank veröffentlicht.
Yellow erklärte, man überwache, ob es offizielle OFAC-Pressemitteilungen mit zusätzlichen Unternehmenslisten und Handelsinformationen gebe.
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