Gerade eben habe ich durch den Freundesfeed gescrollt und einen früheren Freund gesehen, mit dem ich mal gemeinsam gehandelt habe. Er macht jetzt einen Ausstieg und verkauft Versicherungen.
In den Kommentaren fragte jemand, warum er nicht mehr handelt. Er antwortete mit einem Satz: „Vom Handel kann man nicht dauerhaft leben.“
Ich habe ziemlich lange auf diesen Satz gestarrt.
Ehrlich gesagt: Menschen, die handeln, denken das irgendwann alle mehr oder weniger. „Kann ich das dauerhaft durchziehen?“ Als man jung ist, ist der Körper fit, man kommt mit durchgemachten Nächten klar, man hält Druck aus, und selbst wenn es mal Gewinne oder Verluste gibt, kann man das eher verkraften. Aber wenn man älter wird? Mit vierzig oder fünfzig—kann man dann noch jeden Tag stundenlang auf den Kurs starren? Kann man immer noch die Schwankungen in der Größenordnung von zig oder hunderttausenden tragen?
Die meisten Antworten lauten: Nein.
Dieser Beruf sieht zwar frei aus, ist aber im Grunde ein „Jugendjob“. Deine Reaktionsgeschwindigkeit, deine Energie und deine Fähigkeit, Druck auszuhalten, nehmen mit dem Alter ab. Und außerdem gibt es hier kaum wirkliche Ansammlung: Wenn du zehn Jahre machst, bist du nicht unbedingt viel besser als ein Neuling, der erst fünf Jahre dabei ist.
Darum denke ich schon lange, dass Händler einen Ausweg brauchen. Man kann nicht all seine Zeit und Energie in den Handel stecken—man muss sich eine Hintertür offen lassen. Vielleicht macht man noch andere Investitionen, vielleicht lernt man einen Beruf, vielleicht betreibt man ein Nebengewerbe.
Wenn es irgendwann nicht mehr sein soll, oder man es nicht mehr schafft,
hat man wenigstens noch einen Ort, an den man gehen kann.
Wenn ihr noch nicht schlaft und mit uns im Chat sprechen wollt: Habt ihr euch schon mal Gedanken über euren Ausweg gemacht?
Gute Nacht.
#BinanceSquare #BTC #交易者日常
In den Kommentaren fragte jemand, warum er nicht mehr handelt. Er antwortete mit einem Satz: „Vom Handel kann man nicht dauerhaft leben.“
Ich habe ziemlich lange auf diesen Satz gestarrt.
Ehrlich gesagt: Menschen, die handeln, denken das irgendwann alle mehr oder weniger. „Kann ich das dauerhaft durchziehen?“ Als man jung ist, ist der Körper fit, man kommt mit durchgemachten Nächten klar, man hält Druck aus, und selbst wenn es mal Gewinne oder Verluste gibt, kann man das eher verkraften. Aber wenn man älter wird? Mit vierzig oder fünfzig—kann man dann noch jeden Tag stundenlang auf den Kurs starren? Kann man immer noch die Schwankungen in der Größenordnung von zig oder hunderttausenden tragen?
Die meisten Antworten lauten: Nein.
Dieser Beruf sieht zwar frei aus, ist aber im Grunde ein „Jugendjob“. Deine Reaktionsgeschwindigkeit, deine Energie und deine Fähigkeit, Druck auszuhalten, nehmen mit dem Alter ab. Und außerdem gibt es hier kaum wirkliche Ansammlung: Wenn du zehn Jahre machst, bist du nicht unbedingt viel besser als ein Neuling, der erst fünf Jahre dabei ist.
Darum denke ich schon lange, dass Händler einen Ausweg brauchen. Man kann nicht all seine Zeit und Energie in den Handel stecken—man muss sich eine Hintertür offen lassen. Vielleicht macht man noch andere Investitionen, vielleicht lernt man einen Beruf, vielleicht betreibt man ein Nebengewerbe.
Wenn es irgendwann nicht mehr sein soll, oder man es nicht mehr schafft,
hat man wenigstens noch einen Ort, an den man gehen kann.
Wenn ihr noch nicht schlaft und mit uns im Chat sprechen wollt: Habt ihr euch schon mal Gedanken über euren Ausweg gemacht?
Gute Nacht.
#BinanceSquare #BTC #交易者日常