Tokenisierung bedeutet nicht, dass man einfach eine Aktie „in die Blockchain gelegt“ hat.

Für mich beginnt die wichtigste Veränderung erst dann, wenn ein Finanzwert eine Blockchain-Representation erhält.

In einem traditionellen System ist ein Vermögenswert an eine konkrete Infrastruktur gebunden.
In einem tokenisierten Modell kann seine digitale Darstellung Eigenschaften erhalten, die es in dieser Form zuvor nicht gab.

Übertragbarkeit.

Ein Token kann zwischen kompatiblen Adressen und Umgebungen bewegt werden, wenn dies durch die Bedingungen des Vermögenswerts erlaubt ist.
Kombinierbarkeit (Composability).

Ein Token kann mit anderen Blockchain-Primitiven interagieren – zum Beispiel mit DEX, Lending oder Collateral-Mechaniken –, wenn diese den jeweiligen Vermögenswert unterstützen.

Programmierung.

Die Regeln für die Interaktion mit dem Vermögenswert können direkt in Smart Contracts hinterlegt werden.

Das eröffnet die Möglichkeit, einen Teil der Finanztransaktionen zu automatisieren.

Deshalb sind bStocks für mich nicht allein wegen der Tatsache interessant, dass Aktien in der Blockchain auftauchen.

Der Mehrwert liegt darin, dass der Finanzwert ein neues digitales Format der Interaktion erhält – man kann ihn bewegen, mit anderen Primitiven kombinieren und in programmierten Szenarien nutzen.

Tokenisierung verändert nicht nur, wo der Vermögenswert dargestellt ist, sondern auch, was man mit dieser Darstellung tun kann.

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