Abends habe ich mit einem alten Freund telefoniert, zu dem ich schon lange keinen Kontakt mehr hatte.

Früher hat er auch gehandelt, ungefähr zur gleichen Zeit wie ich in die Branche gekommen. In den letzten Jahren, als der Markt gut lief, hat er eine Menge verdient. Später hat er dann mit den Kontrakten eine riesige Summe verloren und ist nach und nach ausgestiegen. Jetzt betreibt er ein kleines Teegeschäft. Jeden Tag Tee aufbrühen, ein bisschen Fische pflegen – die Tage sind ziemlich entspannt.

Ich fragte ihn, ob er den Markt noch beobachtet. Er meinte, ab und zu schaut er kurz rein, aber er macht es nicht mehr. Seit er mit dem Handel aufgehört hat, schläft er viel besser. Außerdem hat er ein paarzehn Pfund zugenommen. Früher war diese eine Saite, die jeden Tag angespannt war, endlich locker geworden.

Nachdem ich aufgelegt hatte, dachte ich eine ganze Weile nach.

Wir Menschen, die handeln, reden ständig davon, finanzielle Freiheit zu erreichen – genug zu verdienen, um dann in den Ruhestand zu gehen und das Leben zu genießen. Aber wie viele von denen, die wirklich genug verdient haben, können dann tatsächlich aufhören? Die meisten werden immer süchtiger. Immer mehr, immer größer – und am Ende steckt man sich selbst fest.

Manchmal frage ich mich auch, ob wir eigentlich finanzielle Freiheit anstreben oder eher den Nervenkitzel, den der Handel selbst bietet. Vielleicht können viele das bei sich selbst nicht einmal genau unterscheiden.

Egal.

Jeder hat seinen eigenen Lebensstil.

Ob Handel oder ein Teegeschäft –

solange man sich dabei wohlfühlt.

Jeder hat seinen eigenen Lebensstil.

Ob Handel oder ein Teegeschäft –

solange man sich dabei wohlfühlt.

Wer noch nicht schläft, setzt euch in den Chat und bleibt kurz. Quatscht ein bisschen – kein Marktgespräch, sondern über andere Dinge.

Gute Nacht.

#BinanceSquare #BTC #交易者日常