Laut CNBC setzen US-Homebuilder zunehmend auf Robotik und Automatisierung, um den Arbeitskräftemangel zu lindern. Die größten Produktivitätsgewinne bis jetzt kommen jedoch von gezielten Werkzeugen wie Layout-Systemen, fehlervermeidenden Maschinen und dem werkbasierten Bau – statt von humanoiden Robotern auf den Baustellen. Die National Association of Home Builders erklärte, dass den USA rund 1,2 Millionen Wohnungen fehlen. Ende 2025 waren nahezu 300.000 Baujobs unbesetzt, und die Branche müsse etwa 740.000 Arbeitskräfte pro Jahr anziehen, um mit dem Wachstum, den Pensionierungen und Abgängen Schritt zu halten. NAHB-Haukonom Robert Dietz sagte, die Produktivität im Wohnungsbau sei seit 1993 nur um etwa 16% gestiegen, während Arbeitskräftemangel die Homebuilder etwa 11 Milliarden US-Dollar pro Jahr kostet und ungefähr zwei Monate zu den durchschnittlichen Bauzeiten hinzufügt.
Branchenexperten sagten, dass der Bau weiterhin schwer zu automatisieren sei, weil sich jede Baustelle täglich verändert und Projekte sich in Design, Bodenverhältnissen, Subunternehmern und Materialien unterscheiden. Tessa Lau, Gründerin von Dusty Robotics, sagte, das FieldPrinter-System drucke digitale Pläne direkt auf die Böden, um mehreren Gewerken zu ermöglichen, mit demselben Layout zu arbeiten. Dusty zufolge kann eine einzige Bedienperson pro Tag etwa 10.000 bis 15.000 Quadratfuß auslegen – bis zu 10-mal schneller als mit herkömmlichen Methoden. Skanska berichtete von einer 75 %igen Verringerung der Nacharbeit und einer 35 %igen Reduktion der Planungs-/Layout-Zeit, nachdem man das Multi-Trade-System von Dusty eingesetzt hatte. Aaron Love, Präsident und CEO von Oh Snap Layout, sagte, die Kombination von robotergestütztem Layout mit vorgefertigten Wandpaneelen und anderen Methoden abseits der Baustelle habe die Rohbauzeit („shell construction“) von etwa 21 Tagen auf 11 bis 12 Tage verkürzt.
Der Artikel sagte, Japan sei zu einer führenden Kraft bei Robotik im Wohnungsbau geworden: Entwickler bauen inzwischen 80 % eines Hauses durch Roboter in Fabriken, bevor die Endmontage vor Ort erfolgt. Kawasaki Robotics erklärte, dass Industrieroboter in einer Fabrik die Produktion von 55 auf 65 Wohneinheiten pro Tag steigerten und dabei die Zahl der Bediener um 20 % reduzierten. Sekisui Heim schätzt zudem, dass sich die Investition in etwa drei Jahren amortisieren wird. Patrick Murphy, Chief Investment Officer von Coastal Construction und Managing Director von Renco USA, sagte, werkseitig hergestellte Bauteile könnten Bauzeiten grob um 30 % bis 40 % verkürzen, doch er erwarte nicht, dass qualifizierte Bauarbeiter verschwinden.
