Dänemarks Zentralbank schlägt früh Alarm: Der US-Dollar-Stablecoin sollte nicht vorschnell zur Hauptfigur beim Abwicklungsprozess werden 🏦

Die dänische Zentralbank hat am 9. September eine Analyse veröffentlicht – das Thema ist ganz klar: In Dänemark wird ein US-Dollar-Stablecoin so gut wie gar nicht genutzt. Aber man müsse frühzeitig vorbeugen.
Vor Ort gibt es nicht einmal einen Stablecoin in dänischer Krone. Von der Bevölkerung, die Krypto hält, sind 2025 nur noch 4%.
Die Zentralbank macht die Sache offen: Dieses scheinbar ruhige Bild kann nicht allzu lange halten.

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Die Sorge der Zentralbank gilt nicht der Frage, ob Dänen Stablecoins kaufen – sondern ob das Volumen der US-Dollar-Stablecoins groß genug ist, wenn es später weltweit zu Schwankungen der Liquidität kommt. Dann würden die dänischen Bankensysteme und Zahlungsströme unweigerlich mitgerissen 🧊
Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2024 lag die vom Finanzamt geschätzte Quote der gehaltenen Coins noch bei 6%, ein Jahr später ist sie auf 4% gefallen. Nachbarland Norwegen liegt ungefähr bei 11%.
Bei Bitcoin ist die lokale Begeisterung ohnehin nicht besonders groß. Der Zuwachs kommt vor allem von den beiden Dollar-Karten USDT und USDC.

Dann zieht die Zentralbank eine klare Linie: Stablecoins dürfen nicht die Reserven der Zentralbank ersetzen und nicht zum Kern-Asset für den Interbanken-Zahlungsverkehr werden.
Um diese Linie zu halten, arbeitet die dänische Zentralbank mit der EZB zusammen. Ziel ist, dass die Zentralbankwährung auch in einem zunehmend tokenisierten System weiter nutzbar bleibt.
Sie stehen neuen Technologien nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber. Sie verwenden sogar den Begriff „Technologie-Neutralität“: Man räumt ein, dass Distributed-Ledger-Technologien bei grenzüberschreitenden Zahlungen und der Tokenisierung von Vermögenswerten effizient sind.
Ganz offen gesagt: Wenn eine Zentralbank eines kleinen Landes sieht, wie die Währungen großer Länder im Internet überall herumflitzen, fühlt sie sich innerlich nicht sicher.
Und wenn wirklich etwas schiefgeht, ist auch die Ansteckungsroute grenzüberschreitend: Die Reserven und die Abwicklung liegen in den USA – die Risiken kommen entlang globaler Liquiditätskanäle herein.

Für normale Anleger ist die Warnung sehr direkt: Stablecoins sind ein Werkzeug, keine Einlage. Mach sie nicht zu einem „risikofreien“ Asset.
Interessanter ist vielmehr, wer die Lizenz hat, wie transparent die Reserven sind – und wer am Tag des Problems einspringen kann.

Jeden Tag nehme ich dich mit zu den Aufregerthemen rund um Regulierung: Nicht nur zu sehen, was in den News passiert, sondern auch zu verstehen, welche Logik und welche Chancen dahinter stecken 👀🚀
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