Die „süße Giftigkeit“ der Indexgewichte: 12,4 Milliarden US-Dollar passive Käufe für SpaceX treffen auf eine Flut von 2,3 Milliarden entsperrten Aktien
Ein von Indexregeln ausgelöster „Non-Fundamental-Markt“
Die bevorstehende Kaufwelle für SpaceX hängt so gut wie gar nicht mit den kommerziellen Aussichten zusammen. Es ist eher das mechanische Ergebnis einer weniger beachteten Indexierungs-Regel, die nach ihrer Auslösung greift.
Der am 21. September in Kraft tretende vierteljährliche Rebalancierungstermin des Nasdaq-100-Index soll das Gewicht von SpaceX von 1,25 % auf etwa 1,51 % erhöhen. Laut Berechnungen des Teams um den J.P.-Morgan-Strategen Min Moon wird diese Anpassung etwa 12,4 Milliarden US-Dollar an passiven Netto-Käufen auslösen.
Der unmittelbare Auslöser für den starken Gewichtsanstieg ist der gestiegene Free-Float-Anteil: von unter 10 % nach dem IPO auf nahe 30 %. Nachdem nach der Entsperrung von über 1 Milliarde gesperrter Aktien die Indexregeln automatisch das Einbeziehungsgewicht dieses Marktwert-Riesen von über 2 Billionen US-Dollar verstärkt haben.