Bitcoin steckt fest am 50-Wochen-Durchschnitt – Käufer und Verkäufer stehen an einer kritischen Stelle im direkten Duell!
Der Schlusskurs von Bitcoin diese Woche liegt nahezu genau in der Nähe des 50-Wochen-Durchschnitts, etwa bei 80.000 US-Dollar. Diese Zone ist derzeit die wichtigste Trennlinie.
Vom Sommer-Tief aus gerechnet hat sich Bitcoin bereits um rund 40% erholt. Diese Bewegung ähnelt stark den Bärenmarkt-Rallyes im Sommer 2018 und 2022. Im 4-Stunden-Chart ist zwar ein etwas höheres Hoch zu sehen, im Vergleich zum Hoch im Mai bleibt es jedoch ein niedrigeres Hoch. Der jüngste Rücksetzer wurde vor allem durch stärker als erwartet ausgefallene Non-Farm-Daten sowie die wieder angezogenen Zinserwartungen ausgelöst.
Der 50-Wochen-Durchschnitt befindet sich aktuell in einem Abwärtstrend. Historisch gesehen gibt es an dieser Stelle meist zwei typische Verläufe:
Erstens: eine schnelle Zurückweisung. Im Juli 2018 und von März bis April 2022 fiel der Kurs nach Annäherung an den 50-Wochen-Durchschnitt bzw. nach kurzem Überschreiten rasch wieder zurück und bildete anschließend weiter niedrigere Tiefs. Auch 2015 gab es eine ähnliche schnelle Korrektur.
Zweitens: wiederholtes Verweilen in der Nähe des Durchschnitts, sogar mit mehreren Wochen-Schlüssen oberhalb. Genau so verlief es in 2019 und 2023 – und schließlich wurde damit bestätigt, dass der Bärenmarkt beendet ist.
Mein Fazit für diese Ausgabe: Ein einzelner Schlusskurs nahe am Durchschnitt sagt noch nichts Entscheidendes aus. Wirklich relevant ist, ob die nächsten paar Wochenkerzen diese Zone halten können und ob es zu mehreren aufeinanderfolgenden Wochen-Schlüssen oberhalb des 50-Wochen-Durchschnitts kommt. Wenn der Kurs hier eine Weile länger verweilt, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch; wenn er hingegen schon bald wieder herausgedrückt wird, ist das näher am Muster früherer Bärenmarkt-Rallyes, die zurückgewiesen wurden.
Wenn der Kurs nicht zügig von dieser Position zurückfällt, wird es für die Bären bis vor dem vierten Quartal zeitlich immer enger. Kurzfristig gilt es, die kommenden Inflationsdaten und die Sitzungen der US-Notenbank (Fed) im Blick zu behalten.
Aktuell warten beide Seiten an genau dieser Stelle auf eine Bestätigung – die Richtung ist noch nicht festgelegt. Das ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung, sondern lediglich eine Einordnung der aktuellen technischen Lage.
Wie siehst du das: Steht diesmal eher das Muster im Vordergrund, dass sich der Kurs – wie 2019 und 2023 – stabilisiert und anschließend nach oben geht, oder ist es wahrscheinlicher, dass er – wie 2018 und 2022 – wieder nach unten zurückgewiesen wird? Lass uns gern deine Einschätzung wissen.