Tether hat gerade 40 Mio. $ in USDT eingefroren, die an Xinbi gekoppelt sind — einen sanktionierten illegalen Marktplatz in Südostasien. Britische Behörden hatten Xinbi bereits im März 2026 gemeldet, weil dort Krypto-Dienste betrieben wurden, die gestohlene personenbezogene Daten verkauften und von Betrugsaktionen profitierten.

Jetzt wird es spannend: Zwei mit Xinbi verknüpfte TRON-Wallets wurden im Rahmen der Sanktionen auf die schwarze Liste gesetzt — aber sie waren bereits geleert. Dort gab es also keine echte Sperrung. Sechs Monate später fror Tether weitere 51 Mio. $ ein, davon 39,2 Mio. $ direkt verbunden mit denselben Adressen und XinbiPay.

Heute hat Xinbi angekündigt, USDT komplett fallen zu lassen und künftig nur noch USDD-Einzahlungen zu akzeptieren. USDD wird von der TRON-DAO als dezentraler Stablecoin vermarktet, und Anzeigen auf TRONScan drängen Inhaber von USDT dazu, mit dem Pitch umzutauschen: „Niemand kann Ihr USDD einfrieren.“

Der Wechsel ist gezielt. Xinbi will die unbefrierbare Alternative, und USDD liefert genau das. Trotz der 91 Mio. $ an eingefrorenen Mitteln ist Xinbi wieder online und arbeitet mit USDD als neuer „Rail“.

Das ist ein klares Beispiel dafür, wie illegale Akteure sich anpassen, wenn traditionelle Stablecoins die Compliance verschärfen. Einfriermöglichkeiten funktionieren — bis die Täter einen Ausweg finden.