Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat am 8. September offiziell mitgeteilt, dass die US-Streitkräfte fünf iranische Öltanker zerstört haben. Diese entschlossene Vergeltungsmaßnahme erfolgte unmittelbar, nachdem die Revolutionsgarden Irans (IRGC) in den vergangenen zwei Tagen wiederholt ballistische Raketen auf ein Kriegsschiff der US Navy abgefeuert hatten. Obwohl die USA erfolgreich ausweichen konnten, wurden keine Opfer gemeldet.
Dieses Ereignis markiert eine direkte und ernste Eskalation des Militärkonflikts zwischen Washington und Teheran in der Golfregion – statt der üblichen beauftragten Auseinandersetzungen. Dass Öltanker zu einem unmittelbaren Angriffsziel werden, erhöht das Risiko erheblicher Lieferunterbrechungen durch die Straße von Hormus, das wichtigste Ölliefer-Schlagader der Welt, und droht, den Druck auf die globalen Energiepreise massiv zu verschärfen und die Inflation weiter anzuheizen.
Als Reaktion auf die Gefahr geopolitischer Instabilität fließt das Verteidigungskapital sofort in sichere Zufluchtswerte wie Gold und den US-Dollar, während Rohölpreisen kurzfristig ein starker Aufwärtsdruck ausgesetzt ist. Renditen von Staatsanleihen können sich stark bewegen, wenn der Markt die Risiken einer wirtschaftlichen Abschwächung gegen die Kosteninflation abwägen muss, die durch steigende Energiepreise befeuert wird.
Für den Kryptomarkt löst die risikovermeidende Stimmung (risk-off) typischerweise kurzfristige Korrekturen aus, wenn Kapital aus hochvolatilen Assets abgezogen wird. Obwohl $BTC häufig als Wertspeicher erwartet wird, wird der Kryptomarkt in den ersten Schocks des Krieges dennoch stark ins Wanken geraten, bevor er anhand der weiteren Entwicklung im makroökonomischen Umfeld wieder ein Gleichgewicht findet.
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