Niemand kündigt wegen eines einzigen schlechten Trades. Man kündigt, weil es vierzig kleine sind, die niemand gezählt hat.

Spread beim Einstieg. Spread beim Ausstieg. Finanzierung, wenn du über Nacht gehalten hast. Slippage bei der Ausführung, die du nicht überprüft hast. Nichts davon ist für sich genommen dramatisch – aber zusammen ist alles gnadenlos.

Rechne ehrlich nach. Jemand, der dreimal pro Woche Hin- und Rückfahrten macht – zu je einem Viertel Prozent Reibung pro Richtung – zahlt über ein Jahr Aktivität ungefähr 78 % seines Kontos an Kosten. Diese Zahl klingt unmöglich, bis man sie wirklich ausmultipliziert.

Das heißt: Eine Strategie, die auf dem Papier nur leicht profitabel ist, kann in der Praxis zuverlässig negativ werden – allein durch die Kosten der Teilnahme.

Bitcoin bei 78.481 $ und Ethereum bei 2.483 $ verlangen denselben Zoll wie alles andere auch. Man nimmt es nur weniger wahr, weil sich die Kursbewegungen langsamer anfühlen.

Und nun die andere Seite – denn die naheliegende Schlussfolgerung ist ebenfalls falsch.

Weniger zu handeln ist nicht automatisch besser. Viele Menschen halten zu lange, genau weil man ihnen gesagt hat, Aktivität sei teuer. Und sie sitzen dann durch Drawdowns, die ein kleiner Teil an Handlung hätte vermeiden können.

Die eigentliche Frage ist nicht, wie oft du tradest. Sondern ob jeder einzelne Trade einen erwarteten Wert groß genug hat, um die Maut zu überleben, die er auf dem Weg hinein und wieder hinaus kostet.

Die meisten Menschen haben diese Zahl für ihr eigenes Konto noch nie auch nur einmal ausgerechnet.

Hast du das?

Eine persönliche Beobachtung, keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf. Mach deine eigene Recherche und trage dein eigenes Risiko.

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