#美加关税战升级

Der Handelskrieg zwischen Kanada und den USA ist kein Gerede mehr, sondern ein Schlagabtausch.

Seit heute um 0 Uhr erhebt Kanada auf rund 20 Milliarden US-Dollar an US-Waren zusätzliche Zölle in Höhe von 15%–50%. Stahl und Aluminium werden auf 50% angehoben; betroffen sind etwa 700 Zolltarifnummern, darunter Milchprodukte, Haushaltsgeräte, Elektronik, Kleidung und Möbel. Das ist eine Gegenreaktion im US-Dollar-zu-US-Dollar-Stil auf Trumps Zölle in gleicher Größenordnung vom vergangenen Monat, die sogar bis zu 50% reichen. Nachdem die Verhandlungen in Washington gescheitert sind, sagte Carney, die kurz vor dem Ziel erfolgte Verschärfung mache jede Vereinbarung unglaubwürdig.

Vom Umfang her wirkt das nicht allzu groß – ungefähr 5% der kanadischen Exporte in die USA sind betroffen, Öl, Gas und Düngemittel wurden größtenteils nicht angetastet. Die Gefahr liegt nicht in den 2 Milliarden, sondern im nächsten Schritt: Trump hat bereits angekündigt, dass ab 2027 die Zölle auf kanadische Autos und Autoteile auf 50% erhöht werden – und dabei auch Bombardier ausdrücklich genannt. Sobald integrierte Lieferketten von den Komponenten bis hin zum gesamten Fahrzeug betroffen sind, verlagert sich der Schaden vom Grenzzoll hin zu Werksschließungen.

Nach 18 Monaten Reibung wird aus dem Aufrüsten ein gleichberechtigtes Eröffnen des Feuers. Kurzfristig geht es um Inflation und um Ausweich- bzw. Fluchtgelder; mittelfristig steht die Neupreisierung der nordamerikanischen Lieferketten an. Das Verhandlungsfenster ist noch da, aber beide Seiten setzen Vergeltung als Druckmittel ein – ein Stopp ist langsamer als das Losfeuern.

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