#日元突破155逼近年内新高
Der USD/Yen fällt unter 155. Innerhalb einer Woche ging es von über 160 auf die Nähe von 153 hinunter – das stärkste Minus seit Februar. 155 ist der „Boden“, den die Intervention im April sowie das gemeinsame Stützen des Marktes durch die USA und Japan im Juli abgesichert haben. Diesmal wurde keine neue Intervention bestätigt – dadurch wurde die Marke durchbrochen; Leerverkäuferstopps und Options-Hedges trafen gleichzeitig zusammen und verstärkten den Abverkauf.

Dahinter steckt eine sich verengende Zinsdifferenz. Der Swap-Markt preist die Erhöhung des Tagesgeldsatzes der Bank of Japan am 18. September um 25 Basispunkte in etwa auf 98% ein. Die realen Löhne steigen fortlaufend. Offizielle Stellen sagen, man solle sich nicht an einen vom Markt vorgegebenen Takt fesseln lassen. Beim Carry-Trade beruht der Erfolg darauf, dass der Yen dauerhaft billig bleibt. Wenn diese Annahme wackelt, müssen die Positionen, die mit geliehenen Yen globale Vermögenswerte kaufen, zwangsläufig glattgestellt werden.

JPMorgan schätzt, dass unter 155 noch potenziell über 100 Milliarden US-Dollar an Short-Positionen ausquetschungsgefährdet sind. Im Extremfall sind 142–146 denkbar – das ist eine theoretische Obergrenze, keine Prognose, erklärt aber, warum die Bewegung nach dem Bruch von 155 beschleunigte. Bessent muss offenbar nachjustieren, weil die Lage unterschätzt wurde; Berichten zufolge könnte der GPIF seine Auslandsvermögen reduzieren, und die Rückführung von Mitteln hat dem Abwärtsdruck erneut zusätzliche Dynamik gegeben.

Das ist noch keine Bestätigung einer Trendwende. Darunter kommen 152, dann 150. Wenn der US-CPI „heiß“ ausfällt, weiten sich die Zinsdifferenzen wieder aus – und nachdem die Shorts glattgestellt sind, springt der Markt trotzdem zurück Richtung 155. Was sich wirklich ändert, ist: Die weltweit günstigste Finanzierungswährung beginnt, teurer zu werden. Wer noch im Carry-Trade steckt, verdient nicht mehr nur Zinsdifferenzen – er setzt jetzt darauf, dass die BoJ nicht weiter anhebt.

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