Binance hat gestern PONS und den „Hakimi“-Perpetual-Contract gelauncht. Hakimi? Ist das nicht diese Meme-Coins, die auf einem japanischen Klangwitz basieren?

Ganz ehrlich: Der Listing-Rhythmus von Binance ist inzwischen kaum noch nachzuvollziehen. Früher kamen vor allem Projekte wie öffentliche Ketten, Layer2 oder DeFi-Spitzenreiter an die Reihe. Jetzt sieht es anders aus: Meme-Coins, Scherz-Coins, Coin für Tiere – worauf gerade „Funkfeuer“ ist, das wird gehypt.

Wenn man das als Verfall bezeichnen will: Es ist eigentlich Geschäft. Die Essenz einer Börse ist, Handelsgebühren zu verdienen. Was für ein Asset sich gut handeln lässt, wird eben gelistet – völlig selbstverständlich. Wie im Supermarkt: Was sich gut verkauft, wird prominent platziert. Du kannst vom Supermarkt schließlich nicht verlangen, dass er nur gesunde Lebensmittel verkauft.

Das Problem ist nur: Das Listing großer Börsen ist für sich schon eine Art „Zertifizierung“. Viele Kleinanleger denken: „Binance hat es gelistet, dann wird schon nichts Schlimmes daran sein“, und springen dann hinein, um am Ende den letzten zu halten. Das ist ein bisschen wie ein Fernsehsender, der Werbung ausstrahlt: Zuschauer gehen automatisch davon aus, dass der Inhalt von der Redaktion geprüft wurde. Wenn dann gesagt wird „Die Werbeinhalte haben nichts mit unserem Sender zu tun“, wirkt das schnell wie ein Täuschungselement.

Die Börse verdient an dem Umsatzvolumen, während Kleinanleger auf ihr Vermögen und im Grunde sogar ihr Leben wetten. Der Informationsvorsprung bzw. der Informationsunterschied wird immer existieren. Zu erkennen, welche Position man am Spieltisch einnimmt, ist wichtiger als herauszufinden, welcher Coin als Nächstes steigen könnte.

Welche neuen Coins wird Binance demnächst noch listen? Ich habe ein paar Beobachtungsindikatoren und Vorgehensweisen zum „Abwarten“ zusammengestellt. Lasst uns im Chat darüber sprechen, wie man mit dem Listing-Rhythmus von Binance Schritt hält.