Gestern lag die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed noch bei 49 %, heute ist sie direkt auf 58,4 % gestiegen. Logischerweise wären steigende Zinserwartungen eher negativ für Kryptowährungen, aber BTC hält sich stattdessen stabil über 80.000 US-Dollar.

Das ist ziemlich interessant – ist das Negative schon eingepreist und damit positiv? Oder ist der Markt einfach schon abgestumpft?

Wenn man genauer darüber nachdenkt: Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ist für den Markt heutzutage wirklich keine große Neuigkeit mehr. Ein Zinssatz von 3,5 % bis 3,75 % ist im Vergleich zu den über 5 % vom letzten Jahr überhaupt nicht auf demselben Niveau. Es ist, als würde jemand aus dem 10. Stock springen und bei Stockwerk 2 landen – wenn man ihm dann sagt: „Es sind nur noch die letzten beiden Stockwerke“, hat er schon keine Angst mehr.

Die eigentliche Variable ist das Dot-Plot am 16. September – wenn die Fed andeutet, dass es dieses Jahr noch einmal eine Erhöhung geben könnte, dann wäre das der echte schwarze Schwan. Wenn es nur eine Erhöhung gibt und dann abgewartet wird, ist die wahrscheinlichste Marktreaktion eine Erholung nach dem Motto: „Die Unsicherheit ist endlich vorbei“.

Der Markt wirkt also jetzt, als würde er auf die Noten warten – man weiß schon, dass es nicht besonders gut gelaufen ist, aber bevor die Ergebnisse da sind, klammert sich trotzdem noch jemand an einen Funken Hoffnung.

Wie wird sich die Zinserhöhung im September am Ende entwickeln? Ich habe einige wichtige Zeitpunkte und mögliche Marktszenarien zusammengestellt – lasst uns im Chat gemeinsam die Entwicklung durchspielen.

#BTC