AKE ist innerhalb von 24 Stunden um 46,939 % gestiegen, der Preis liegt bei 0,019706, doch die Finanzierungsrate beträgt -0,00229655 und weist damit einen seltenen, stark negativen Wert auf. Daraus ergibt sich der zentrale Widerspruch: ein rasanter Preisanstieg bei gleichzeitig kostenpflichtigen Short-Positionen.

Meine Einschätzung ist: Der aktuelle starke Anstieg hat keine tragfähige Fundamentaldaten- oder Liquiditätsstütze und ist ein typisches kurzfristiges Spiel zwischen Kapital und Stimmung, nicht eine Trendwende.

Die Beweiskette stützt sich auf zwei Signale: Erstens weicht der Anstieg von 46,9 % stark von der tief negativen Finanzierungsrate (-0,002 %) ab. Das deutet darauf hin, dass die Preisbewegung hauptsächlich von starken Käufen im Spot- oder Derivatemarkt getrieben wird, während die Short-Seite im Terminmarkt weiterhin hartnäckig Widerstand leistet und sogar bereit ist, hohe Kosten zur Aufrechterhaltung der Short-Positionen zu tragen. Zweitens bedeutet das hohe Open Interest (OI) von 188 Milliarden, dass sowohl Longs als auch Shorts mit großen Positionen gegenüberstehen und die Marktverschuldung extrem hoch ist.

Stärkstes Gegenargument: Eine so stark negative Finanzierungsrate ist selbst bereits eine massive Belastung für Shorts und kann erzwungene Eindeckungen auslösen (Käufe), wodurch ein Short Squeeze entsteht und der Preis kurzfristig weiter impulsartig steigen kann, bis sich die Finanzierungsrate wieder normalisiert.

Zweiteffekte: Wenn der Preis auf dem aktuellen Niveau nicht stabil bleiben kann, werden die Gewinnmitnahmen der Longs zuerst realisiert; die Kosten des Abverkaufs werden dann von den hinterherkaufenden Kleinanlegern und den zwangsweise ausgestoppten Shorts gemeinsam getragen.