In dieser Marktphase gibt es einen ziemlich klaren Trend: Das Kapital jagt nicht mehr nur den teuersten, am besten erzählten Chip-Titeln hinterher, sondern sucht wieder nach Namen, die im großen Halbleiterzyklus ihren Platz haben, deren Erwartungen aber noch nicht vollständig eingepreist sind. In dieser Phase schaue ich mir Intel etwas genauer an – nicht weil es am aggressivsten ist, sondern weil es eher zu den alten, etablierten Assets gehört, die der Markt neu bewerten könnte, wenn die Investitionsausgaben der Branche und die Rechenleistung-Nachfrage weiter steigen.

Auch der Markt selbst hat heute ein Signal geliefert. $INTC Perpetuals stehen aktuell bei 94.81, mit einem 24-Stunden-Anstieg von 6.33 %, die Spanne reichte von 88.66 bis 95.02, und das Handelsvolumen lag bei 134.50M USDT. Das zeigt, dass die Aufmerksamkeit bereits gestiegen ist. Aber die Funding Rate liegt immer noch bei +0.0000 %; das finde ich sogar angenehm, weil zumindest nicht alle mit hoher Gebühr hinterherjagen. Das Open Interest bei den Kontrakten liegt bei 627,848 Kontrakten – also Aufmerksamkeit ist da, aber die Stimmung ist noch nicht außer Kontrolle.

Warum ich eher bullisch bin, hat noch einen weiteren Grund: Im Halbleitersektor wird der Markt am Ende nicht nur ein oder zwei Gewinner übriglassen. Solange die Branchenkonjunktur nach oben zeigt, haben Unternehmen, die in Fertigung, Design oder Plattform-Ökosystemen an irgendeiner Stelle gut positioniert sind, Chancen auf eine Neubewertung. Ein Name wie Intel hat – auch wenn seine Umsetzung von manchen immer wieder kritisiert wird – eine Branchenpräsenz, eine Lieferkettenposition und eine institutionelle Abdeckung, mit der kleine Unternehmen schlicht nicht mithalten können. Für großes Kapital sind solche Titel in einer Stilrotation leichter neu zu allokieren.

Ich würde nach einem 6 %-Tagesanstieg aber nicht direkt hinterherkaufen. In der Nähe des aktuellen Kurses würde ich nur eine sehr kleine 2 %-Probe-Long-Position eingehen und bei einem Rückgang unter das heutige Tief wieder rausgehen, ohne mich festzubeißen. Der Grund ist einfach: Nur weil der Titel einen Long-Case hat, heißt das nicht, dass er kurzfristig nicht stark schwanken kann. Besonders um die 95 herum wurde bereits das Intraday-Hoch erreicht; wenn danach das Volumen nicht nachzieht, kann das leicht in einen hohen Umschlag übergehen. Wenn das Volumen jedoch auf dem hohen Niveau stabil bleibt, dann ist das kein reiner Impuls aus der Stimmung mehr.

Meine Position ist bewusst klein; ich spiele hier die fortgesetzte Neubewertung im Zuge der Sektorrotation, nicht einen Ein-Tages-Trade. $INTC #美股

Der Markt verändert sich – was heute gilt, kann morgen schon anders sein.