Neue US-Zölle von bis zu 100 Prozent traten am Donnerstag für Drohnen und bestimmte Komponenten in Kraft, da Washington die Importabhängigkeit in einer Branche verringern will, die von China dominiert wird, wie RTHK berichtete.

US-Präsident Donald Trump unterzeichnete eine Anordnung, in der die Abgaben im August festgelegt wurden. Dabei verwies das Weiße Haus auf die "nationale Sicherheitsbedrohung, die von Importen von Drohnen und ihren Komponenten ausgeht". Die Anordnung soll außerdem dazu dienen, die inländischen Lieferketten zu stärken.

Drohnen mit einem Startgewicht von mehr als 25 Kilogramm sowie Drohnen mit Thermobild-Funktionen und Andockstationen müssen mit einem 100-prozentigen Zoll rechnen. Kleinere Drohnen sind von einer Abgabe in Höhe von 25 Prozent betroffen. Einige Komponenten, die als "nicht besonders sensibel" gelten, werden ebenfalls mit Zöllen belegt, allerdings treten diese erst am 9. Februar in Kraft.

China widersetzte sich den geplanten Zöllen, nachdem sie von Trump angekündigt worden waren; Peking forderte Washington auf, die Abgaben zurückzunehmen. Ein Sprecher des Handelsministeriums sagte, die Zölle würden "die globale Lieferkette für Drohnen stören und die Schaffung eines fairen und wettbewerbsfähigen Marktumfelds weiter untergraben"; außerdem erklärte er, China sei dem Schritt entschlossen entgegengetreten.

DJI, Chinas führender Drohnenhersteller, der 2006 gegründet wurde, hat in den letzten Jahren laut mehreren Studien mehr als zwei Drittel des weltweiten Marktes erobert. Seit 2022 steht DJI auf einer Liste von Unternehmen, die als nicht akzeptable Risiken für die US-Nationale Sicherheit eingestuft werden, und es hat sich dagegen gewehrt, auf dieser Liste aufgenommen zu werden.