Der Artikel besagt, dass das US-Finanzministerium zunehmend auf die Finanzierung über Schatzwechsel setzt, wodurch seine Bilanz stärker von den Übernachtzinsen abhängig wird und Risiken für die Marktstabilität sowie für die realen Renditen von Aktien und Anleihen steigen. Laut Sina Finance geht das Finanzministerium außerdem in Politikbereiche über, die früher in den Zuständigkeitsbereich der Federal Reserve fielen, darunter auch Treasury-Rückkäufe (buybacks).
Das US-Finanzministerium hat erklärt, es wolle das Wachstum bei der Emission langfristig laufender Schuldtitel begrenzen und einen größeren Teil des Finanzierungsbedarfs über Schatzwechsel (Treasury Bills) decken. Schatzwechsel machen 22,7% der ausstehenden US-Staatsverschuldung aus und liegen damit über der informellen 20%-Obergrenze des Finanzministeriums oder bei 24,1%, wenn die Bestände der Federal Reserve ausgeschlossen werden.
Der Artikel argumentiert, dass ein größerer Anteil kurzfristiger, geldähnlicher Verbindlichkeiten Liquidität erhöhen, Inflationsdruck erzeugen und es der Federal Reserve erschweren könnte, die Geldpolitik zu straffen, ohne die Finanzierungskosten des Finanzministeriums zu beeinflussen. Außerdem heißt es, Geldmarktfonds könnten von Pensionsgeschäften (Repos) in Schatzwechsel übergehen, falls ein neues Angebot die Bill-Preise senkt und die Renditen erhöht, wodurch das Risiko plötzlicher Belastungen in kurzfristigen Finanzierungsmärkten steigt.
