Müssen die US-Aktienmärkte künftig wirklich 24 Stunden am Tag gehandelt werden? Erst mal: Nicht zu früh freuen.

Ich habe gerade die neueste, von der SEC veröffentlichte Sitzungsseite überprüft: Am 17. September wird die SEC eine Roundtable-Tagung zum Übergang der US-Aktienmärkte in den 24-Stunden-Handel abhalten. Dabei geht es um die Vorbereitung für den Handel in der Nacht, die System-Resilienz sowie die Chancen und Herausforderungen durch die Markterweiterung.

Für Privatanleger ist die tatsächliche Auswirkung dieser Sache nicht nur „man kann auch nachts Aktien kaufen“.

Erstens: Unerwartete Nachrichten könnten schneller im Preis abgebildet werden. Früher mussten viele Meldungen erst den Zeitraum vor Börsenöffnung oder die Eröffnung abwarten, um eingepreist zu werden. Künftig könnte das Zeitfenster dafür kürzer sein.

Zweitens: Die Liquidität in der Nacht ist möglicherweise nicht ideal. Wenig Umsatz und große Spreads können zwar den Handel ermöglichen, bedeuten aber nicht, dass die Preise auch wirklich attraktiv sind.

Drittens: Zuerst profitieren möglicherweise die Infrastruktur-Bereiche. Broker, Börsen, Market Maker, Clearing- und Kursdaten-Systeme müssen alle auf längere Handelszeiten umgerüstet werden.

Ich werde besonders drei Arten von Unternehmen im Blick haben:
① Broker: HOOD, IBKR
② Börsen: NDAQ
③ Market Maker, Clearing- und Anbieter von Marktdaten

Aber es muss auch klar gesagt werden: Das ist nur eine Richtung, die die SEC gerade diskutiert und vorbereitet. Es heißt nicht, dass der US-Aktienhandel bereits vollständig auf 24 Stunden umgesetzt wurde.

Mehr Handelszeit bedeutet nicht automatisch mehr Chancen – möglicherweise wird auch nur die Zeit verlängert, in der man Fehler machen kann.🧐

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