Erstellt von @mattgriffinart. Die Besucher entstanden ursprünglich als Entwürfe für das Einbinden (Cover) der Folio-Society-Veröffentlichung des Romans „Rendezvous mit Rama“ von Arthur C. Clarke. Anstatt diese ersten Designs in einer Mappe zu verwerfen, nutzte er die Gelegenheit, die drei Konzepte weiterzuentwickeln und daraus völlig eigenständige Kunstwerke zu machen.

Diese unterschiedlichen Stücke geben einen wunderbaren Einblick in seine gesamte kreative Arbeitsweise. Um sie zum Leben zu erwecken, verbindet er moderne digitale Anwendungen, nämlich Blender und Photoshop, mit traditionellen physischen Medien wie analogen Texturen, Tinte und Wasser.

Die Sammlung besteht aus drei ganz bestimmten Kunstwerken; jedes Stück trägt einen einzigartigen Titel, der die Idee eines Besuchers über verschiedene Zeitwelten hinweg übersetzt. Das erste Werk verdankt seinen Namen dem antiken Latein. Dieses Wort heißt ADVENA und beschreibt eine Person, die von einem anderen Ort her ankommt. Das zweite Werk trägt den Namen GEST, der die mittelalterliche Grundlage für das moderne Wort „guest“ bildet. Den Abschluss des Trios bildet ORAÍ – ein vollständig fiktiver Begriff, der entwickelt wurde, indem man Altkeltisch/Alt-Irisch in eine hypothetische Zukunft projiziert und so eine gesprochene Sprache hervorbringt, die niemand, der heute lebt, jemals tatsächlich hören wird.

Die Erzählung von „Rendezvous mit Rama“ legt einen starken Fokus auf das Thema Ankunft und beschreibt ein massives Wesen, das kurz in unserem Blickfeld erscheint, bevor es seinen Weg fortsetzt. Dieses spezielle Konzept eines Reisenden, der gewaltige Distanzen durchquert, ohne zu verweilen, ist ein durchgängiges Motiv im gesamten umfangreicheren Portfolio des Künstlers. Folglich haben sich diese drei Kunstwerke nahtlos in seine fortlaufende Erforschung genau dieser Idee integriert.